1000. Arbeitsvertrag bei Modellprojekt zu Grundeinkommen

1000. Arbeitsvertrag bei Modellprojekt zu Grundeinkommen

Mehr als ein Jahr nach dem Start des Modellprojekts zum solidarischen Grundeinkommen in Berlin hat der 1000. Teilnehmer seinen Arbeitsvertrag unterschrieben.

Grundeinkommen

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02.08.2019, Berlin (Archiv): Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) spricht bei einer Presseveranstaltung zur Unterzeichnung des ersten Arbeitsvertrages im Rahmen des bundesweit einmaligen Projekts «Solidarisches Grundeinkommen».

Damit sei das Programm für erwerbslose Menschen nun ausgeschöpft, teilten der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Linke) am 27. November 2020 mit. «Wir geben den Menschen vor dem Übergang in Hartz IV so eine neue Chance, für sich selbst zu sorgen», erklärte Müller. «Das ist eine Win-Win-Situation, denn die Arbeitslosen profitieren genauso wie die Gesellschaft.»
Das bundesweit einmalige Projekt, das Berlin sich nach früheren Angaben bis zu 35 Millionen Euro jährlich kosten lässt, war Anfang August 2019 mit der Unterzeichnung erster Arbeitsverträge gestartet. Idee ist es, Arbeitslosen für maximal fünf Jahre eine nach Tarif oder Mindestlohn bezahlte Tätigkeit im gemeinnützigen Bereich zu finanzieren, anstatt sie in Hartz IV abrutschen zu lassen. Zudem sollen sie eine Perspektive auf einen unbefristeten Job haben.
Laut Arbeitsverwaltung haben Lotsen-Dienste im sozialen Bereich, Kita-Assistenzen und Mobilitätshilfen im öffentlichen Nahverkehr den größten Anteil an den geschaffenen Stellen. Die Teilnehmer arbeiten aber auch im Kulturbereich, der Obdachlosenhilfe oder für kommunale Wohnungsgesellschaften. Berlin wollte die Kosten zunächst allein tragen. Nunmehr werden rund ein Fünftel der neuen Stellen aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit mitfinanziert, wie es hieß.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 27. November 2020 15:04 Uhr

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