Volleys-Manager Niroomand: «Sport darf sich nicht überhöhen»

Volleys-Manager Niroomand: «Sport darf sich nicht überhöhen»

RB-Volleys-Manager Kaweh Niroomand kämpft um eine finanzielle Unterstützung auch über dieses Jahr hinaus, warnt aber zugleich vor einer Überhöhung des Profisports. «Das ist ein schmaler Grat, auf dem wir gehen. Der Sport darf sich auch nicht überhöhen», sagte der 67-Jährige der «Berliner Morgenpost» (Sonntag). «Es gibt viele, die unter der Pandemie mehr leiden.»

Geschäftsführer BR Volleys Kaweh Niroomand

© dpa

Kaweh Niroomand, Geschäftsführer BR Volleys, spricht in ein Mikrofon.

Doch auch die Profivereine stehen durch die neuen Einschränkungen aufgrund der weiter steigenden Corona-Zahlen vor einer noch schwierigeren Situation. «Ich gehe auch nicht davon aus, dass wir im Dezember vor voller Halle spielen können. Das trifft uns hart», erklärte Niroomand. Denn die größte Einnahmequelle von Sportarten wie Volleyball seinen Sponsoren- und Zuschauereinnahmen.
Aus dem Hilfsfond der Bundesregierung für den Sport, der mit 200 Millionen Euro gefüllt ist, erhofft sich Niroomand eine sechsstellige Summe. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Sportausschusses des Bundestages würden sich für eine Ausdehnung des Paketes auf 2021 stark machen. «Die 200 Millionen werden ja bei Weitem nicht ausgeschöpft», bemerkte DOSB-Vizepräsident Niroomand.
Hier müssten Vereinfachungen bei der Antragsstellung her. Zudem sollte es den Ausgleich nicht nur für wegfallende Zuschauereinnahmen geben. Allein rund 50 000 Euro würden die BR Volleys für Corona-Tests ausgeben, dazu käme ein gut sechsstelliger Betrag für die Hygiene- und Sicherheitskosten, berichtete der Manager.
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Durch die weiter steigenden Infektionszahlen werde die Politik auch nach November nicht alles wieder öffnen können, glaubt Niroomand: «Insofern rechnen wir damit, dass der jetzige Zustand mindestens bis Ende des Jahres weitergeht.» Und die Situation habe sich im Vergleich zum Frühjahr geändert. In der neuen Spielzeit hätten sich viele Sponsoren in die neuen Verträge Klauseln für Spielausfälle oder Geisterspiele reinschreiben lassen. «Das sind ganz neue Größenordnungen», betonte der Manager.
Allerdings schloss Niroomand auch deutlich an: «Wir dürfen bei unseren Forderungen nach Zuschauern und Öffnung aber nicht in den Fehler verfallen zu glauben, alles sei falsch, was die Regierung verbietet. Oder sie verbreite sogar Lügen. Von solchen Verschwörungstheorien distanziere ich mich ganz klar.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 8. November 2020 12:10 Uhr

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