Justizsenator Behrendt gedenkt der Pogromnacht 1938

Justizsenator Behrendt gedenkt der Pogromnacht 1938

Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) gedenkt am Montag der Pogromnacht von 1938. Am Jahrestag der nationalsozialistischen Novemberpogrome lege er um 10.30 Uhr gemeinsam mit dem Ansprechpartner des Landes Berlin für Antisemitismus, Prof. Samuel Salzborn, einen Kranz am Gedenkstein für die ehemalige Synagoge Schöneberg in der Münchner Straße ab. Das teilte ein Sprecher der Justizverwaltung am Samstag mit.

Dirk Behrendt spricht

© dpa

Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen) spricht.

Mehrere Veranstaltungen für den 9. November wurden wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) plant am 82. Jahrestag der antisemitischen Pogromnacht eine Kundgebung um 18.30 Uhr am Mahnmal Levetzowstraße in Berlin-Moabit, wie die Organisation am Freitag mitteilte.
Als Redner soll unter anderem der Zeitzeuge und Shoa-Überlebende Kurt Hillman zu hören sein, der 1933 in Berlin geboren wurde. Außerdem spricht Ellen Händler, die aus einer jüdischen Familie stammt, die während der Nazizeit mehr als 80 Angehörige verloren hat. Die Organisatoren hoffen nach eigenen Angaben, dass trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie viele Menschen die Erinnerung an die Pogromnächte nutzen, um ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen.
Bei den Novemberpogromen in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 steckten Nationalsozialisten in ganz Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen in Brand und misshandelten, verschleppten und ermordeten jüdische Mitbürger.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 9. November 2020 08:31 Uhr

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