Ex-Sprinterin Jenny Wolf neue Eisschnelllauf-Bundestrainerin

Ex-Sprinterin Jenny Wolf neue Eisschnelllauf-Bundestrainerin

Die frühere Sprint-Weltmeisterin Jenny Wolf ist neue Eisschnelllauf-Bundestrainerin. «Es ist eine Riesenherausforderung. Aber wir haben eine große Chance, die Athleten wieder voranzubringen», sagte die 41-Jährige am Donnerstag auf einer Pressekonferenz der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) in Berlin. Unterstützung erhält die fünfmalige Weltmeisterin von einer mehrköpfigen Trainerkommission, der unter anderem die Olympiasieger Gunda Niemann-Stirnemann und André Hoffmann angehören. Die Verträge von Wolf und der Kommission sind bis 2026 datiert.

Jenny Wolf spricht bei einer Pressekonferenz

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Jenny Wolf, neue Eisschnelllauf-Bundestrainerin der DESG, spricht bei einer Pressekonferenz.

Die gebürtige Berlinerin Wolf folgt damit auf den Niederländer Erik Bouwman, den der am vergangenen Samstag zum DESG-Präsidenten gewählte Matthias Große in seiner Zeit als kommissarischer Verbandschef ebenso beurlaubt hatte wie Sportdirektor Matthias Kulik. «Wir brauchen keine Bundestrainer, wie wir sie bisher hatten», sagte der Unternehmer. Bouwman hatte starke Differenzen mit Olympiasiegerin Claudia Pechstein, der Lebensgefährtin von Große.
Wolf will mit der Trainerkommission gemeinsam ein neues Konzept erarbeiten, um im Hinblick auf die kommenden Jahre Medaillenkandidaten zu kreieren. Doch auch schon kurzfristige Ziele peilt die Bundestrainerin an: «Wir haben nach wie vor Topathleten, die Leistung bringen. Ich gehe davon aus, dass sie auch in knapp 500 Tagen Leistung bringen werden.» Wolf sei deshalb nicht bange, dass die Läufer bei den Olympischen Winterspielen in Peking 2022 «Medaillen holen können».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 24. September 2020 12:24 Uhr

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