Ramelow: Lebensleistung der Ostdeutschen zu wenig gewürdigt

Ramelow: Lebensleistung der Ostdeutschen zu wenig gewürdigt

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hält die Errungenschaften Ostdeutschlands auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung für oft nicht genug gewürdigt. Thüringen etwa sei «ein starkes Bundesland» mit vielen Industriearbeitsplätzen, sagte Ramelow am Mittwoch (23. September 2020) im ZDF-«Morgenmagazin».

Bodo Ramelow (Linke)

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Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen.

Trotzdem bleibe «die Erfahrung, dass man vor die Tür gesetzt worden ist, dass man abgewickelt worden ist», beklagte er. «Ich finde es bedauerlich und auch schwierig, dass wir nicht über die Erfolge genauso stark reden und wir uns darüber auch definieren, was die Menschen hier erreicht haben.» Es müsse Berührungsebenen zwischen Ost und West geben, sagte Ramelow in dem Interview, das im südthüringischen Sonneberg an der Grenze zu Bayern aufgezeichnet wurde. Gleichzeitig kritisierte der Ministerpräsident, dass noch immer zu wenige Bundesbehörden in ostdeutschen Bundesländern platziert seien. Auch weiter bestehende Lohnunterschiede prangerte er an.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 23. September 2020 12:16 Uhr

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