Innensenator Geisel fliegt zu Gesprächen nach Athen

Innensenator Geisel fliegt zu Gesprächen nach Athen

Innensenator Andreas Geisel reist heute Nachmittag nach Athen. Er will dort nach Angaben seines Sprechers ausloten, welche Möglichkeiten es gibt, über ein Berliner Landesprogramm Flüchtlinge aus Griechenland aufzunehmen.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (CSP) mit Mundschutz

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Berlins Innensenator Andreas Geisel (CSP) mit Mundschutz.

Dazu will sich der SPD-Politiker am Dienstag (15. September 2020) mit griechischen Behörden, dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR sowie Flüchtlings- und Migrationsorganisationen treffen. Geisel fliegt dann am Mittwoch zurück nach Berlin. Der Senat hat in der Vergangenheit mehrfach seine Bereitschaft erklärt, 300 Flüchtlinge aus überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln nach Berlin zu holen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat einen solchen Alleingang bisher abgelehnt.

Geisel: «Wer kann, muss helfen. Und wir können.»

Seehofers Ankündigung, 100 bis 150 Geflüchtete aus dem abgebrannten griechischen Lager Moria in Deutschland aufzunehmen, hält der Senat für unzureichend. Innensenator Geisel hat am Freitag erklärt: «Ich habe immer gesagt: Deutschland kann mehr. Wer kann, muss helfen. Und wir können.» Es sei unabdingbar, dass Deutschland seine EU-Präsidentschaft nutze, um endlich zu einer europäischen Lösung in der Flüchtlingspolitik zu kommen. «Es liegt in unserer Verantwortung.» Bereits zuvor hatte er der Deutschen Presse-Agentur gesagt, mit Blick auf das Leid der Menschen in Moria seien die von Seehofer genannten Zahlen beschämend gering.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 14. September 2020 08:35 Uhr

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