Bildungssenatorin verteidigt Regeln zur Maskenpflicht

Bildungssenatorin verteidigt Regeln zur Maskenpflicht

Bildungssenatorin Sandra Scheeres hat den Verzicht auf eine Maskenpflicht im Unterricht verteidigt. Gerade in Lernsituationen sei das schwierig, sagte die SPD-Politikerin beim Besuch der Nürtingen-Grundschule am Montag in Kreuzberg.

Sandra Scheeres (SPD)

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Sandra Scheeres (SPD), Senatorin für Bildung, Jugend und Familie.

Das gelte vor allem für die kleineren Kinder, wenn deren Mimik nicht zu sehen sei. In der Grundschule hat nach dem Ende der Sommerferien wie in den übrigen Berliner Schulen der Unterricht wieder begonnen. Klar sei aber, dass es wichtig sei, die Infektionszahlen im Blick zu behalten und den Hygieneplan gegebenenfalls anzupassen, sagte Scheeres. Die Maskenpflicht gilt in Berlin auf Fluren und in Aufenthaltsräumen, aber nicht im Unterricht oder auf dem Schulhof. Die bis zu den Ferien geltende Abstandsregel von 1,50 Meter muss nicht mehr eingehalten werden. Unterrichtet wird in Klassengrößen wie in den Zeiten vor der Corona-Pandemie.

Bildungsgewerkschaft fordert kleinere Lerngruppen und Unterricht von zu Hause

Die Rückkehr zum Regelbetrieb in Corona-Zeiten für die rund 370 000 Schülerinnen und Schüler in Berlin, den die Senatsverwaltung für Bildung angekündigt hat, steht erheblich in der Kritik. Sie kommt etwa von den Oppositionsparteien und von Lehrer- und Elternvertretern. Die Bildungsgewerkschaft GEW hält den Regelbetrieb für fahrlässig und fordert kleinere Lerngruppen und eine Mischung aus Präsenzunterricht und Lernen zu Hause.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 10. August 2020 15:22 Uhr

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