Kluge rechnet mit Streckenänderung bei Polen-Rundfahrt

Kluge rechnet mit Streckenänderung bei Polen-Rundfahrt

Der deutsche Radprofi Roger Kluge hat nach dem schweren Sturz auf der Polen-Rundfahrt das Verhalten einiger Kollegen kritisiert und die Streckenführung in Frage gestellt. «Es ist ja schon seit Jahren die Frage, ob man an dieser Stelle das Ziel machen muss», sagte Kluge der «Lausitzer Rundschau». «Nach diesem Vorfall werden wir diese Zielankunft künftig wahrscheinlich nicht mehr im Programm haben. Das ist zumindest meine Vermutung. Falls doch - mal sehen, wie viele Fahrer dann im kommenden Jahr dort noch reinhalten.»

Roger Kluge

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Radprofi Roger Kluge hat nach dem schweren Sturz auf der Polen-Rundfahrt das Verhalten einiger Kollegen kritisiert.

Der Niederländer Fabio Jakobsen war am Mittwoch im Zielsprint bei hoher Geschwindigkeit direkt in die Absperrgitter gekracht und reglos liegengeblieben. Der 23-Jährige war von seinem Landsmann Dylan Groenewegen abgedrängt worden. «So etwas muss nicht sein. Einige Sprinter verlassen immer wieder ihre Linie. Wenn sie geradeaus fahren würden, dann würde es besser ausgehen», sagte Kluge. «Wir hoffen, dass Fabio gut rauskommt, dass es doch nicht ganz so schlimm ist. Den Rest müssen die Teams und die UCI entscheiden», sagte der 34-Jährige. Der Berliner war als bester Deutscher in Kattowitz Achter geworden.
«Mir geht es gut. Ich hatte mega Glück im Zielsprint, dass ich die richtige Seite gewählt habe. Dort bin ich einigermaßen gut durchgekommen. Ich bin zwar 30 Kilometer vor dem Ziel auch gestürzt, aber letztlich kamen dabei nur ein paar Kratzer raus», sagte Kluge.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 6. August 2020 12:22 Uhr

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