Prämie für «Corona-Helden» soll bald fließen

Prämie für «Corona-Helden» soll bald fließen

Die geplante Prämie von bis zu 1000 Euro für Tausende in der Corona-Pandemie besonders geforderte Landesbeschäftigte soll in absehbarer Zeit fließen. Die Finanzverwaltung bereitet jetzt ein Schreiben an Behörden und Landesbetriebe mit konkreten Informationen zur Umsetzung des Vorhabens vor, wie eine Sprecherin am Mittwoch (20. Mai 2020) auf dpa-Anfrage mitteilte.

Krankenhauspfleger

© dpa

Ein Pfleger schiebt in einem Krankenhaus ein Bett in den Operationstrakt.

Demnach sollen die jeweiligen Leitungen der Dienststellen festlegen, welcher Beschäftigte eine Prämie in welcher Höhe bekommt. Das Geld werde den Betreffenden dann mit ihrem Gehalt überwiesen. Bei Angestellten freier Träger von Kitas oder Horten, die ebenfalls in den Genuss der Prämie kommen sollen, läuft die Auszahlung über deren Arbeitgeber.

Geld geht an «Alltagshelden» aus Phase eins der Krise

Das Geld soll an bis zu 25 000 «Alltagshelden» gehen, die vor allem in der erste Phase der Corona-Krise Außergewöhnliches leisteten und oft einer Gesundheitsgefahr ausgesetzt waren. Dazu zählen Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte, Justizbedienstete und Mitarbeiter von Gesundheits- und Ordnungsämtern. Das gilt auch für Erzieherinnen in der Notbetreuung sowie für bestimmte Beschäftigte in Jobcentern.

Pflegekräfte könnten bis zu 500 Euro bekommen

Ärzte und Pfleger der landeseigenen Krankenhauskonzerne Vivantes und Charité haben von den Kliniken bereits eine Prämie von je 450 Euro zugesagt bekommen, die gestaffelt über drei Monatsgehälter ausgezahlt wird. Wieviel Geld der Senat zu dem vom Bund geplanten Bonus für Pflegekräfte in Höhe von 1000 Euro dazugibt, ist laut Finanzverwaltung noch offen. Möglich wären bis zu 500 Euro.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 20. Mai 2020 13:34 Uhr

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