Proteste gegen Auto-Kaufprämien in Berlin

Proteste gegen Auto-Kaufprämien in Berlin

Während des sogenannten Autogipfels haben am Dienstag mehrere Organisationen vor dem Kanzleramt in Berlin gegen eine mögliche Auto-Kaufprämie protestiert. «Kein Steuergeld für Spritschlucker» und «Autoprämie zerstört Verkehrswende» stand auf ihren Transparenten. Gefordert wurde stattdessen eine «Mobilitätsprämie» für alle. Aufgerufen zu dem Protest hatten das Bündnis Fridays for Future, die Kampagnenorganisation Campact und Greenpeace.

Autogipfel im Kanzleramt - Demonstration

© dpa

Aktivisten stehen mit einem Transparent mit der Aufschrift "#Abfckprämie" vor dem Kanzleramt.

An einer Videokonferenz nahmen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und mehrere Bundesminister teil, dazu Vertreter der großen deutschen Hersteller wie VW, Daimler und BMW, des Autoverbandes VDA sowie der IG Metall. Die Bundesregierung will bis Anfang Juni über die Ausgestaltung von Kaufanreizen für Autos entscheiden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr.
Neben den Herstellern machen sich die Bundesländer mit Auto-Konzernzentralen - Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg - für Kaufprämien stark. Die Nachfrage nach Autos war in der Corona-Krise eingebrochen.
«Statt jetzt Motoren aus dem letzten Jahrhundert zu retten, sollte Kanzlerin Merkel den klimafreundlichen Umbau der Autoindustrie ankurbeln», empfahl dagegen Greenpeace. Campact sprach sich für eine Mobilitätsprämie aus, die der Elektromobilität, dem öffentlichen Verkehr und Radfahrern nutze. Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer twitterte: «Ich fasse es nicht, dass wir jetzt ernsthaft gegen eine #Abfckprämie protestieren müssen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 5. Mai 2020 14:37 Uhr

Weitere Meldungen