Müller offen für mehr Kompetenzen des Bundes in Krisenzeiten

Müller offen für mehr Kompetenzen des Bundes in Krisenzeiten

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich offen dafür gezeigt, angesichts der unterschiedlichen Corona-Regeln der Bundesländer in künftigen Krisen Kompetenzen an den Bund abzugeben. «Für Krisenzeiten, in bestimmten Notsituationen, kann ich mir so etwas vorstellen», sagte Müller am Sonntag im Interview mit dem Deutschlandfunk. Er nannte als Beispiele Flutkatastrophen, Stürme oder eine Pandemie wie die derzeitige. Dass dann der Gesundheitsschutz zentral koordiniert wird und zentral Maßnahmen entschieden werden, «das kann ich mir vorstellen», sagte Müller.

Michael Müller (SPD) schmunzelt im Berliner Abgeordnetenhaus

© dpa

Michael Müller (SPD) schmunzelt im Berliner Abgeordnetenhaus.

Ab diesen Montag werden die Corona-Beschränkungen in Deutschland weiter gelockert, jedoch nicht überall einheitlich. So weicht Sachsen-Anhalt etwa als erstes Bundesland die Kontaktbeschränkungen auf, dort dürfen sich Gruppen von bis zu fünf Personen treffen.
In Berlin sind die wichtigsten Änderungen, dass Friseure und einige Kultureinrichtungen unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Kundgebungen mit bis zu 50 Personen sowie Gottesdienste sollen mit Einschränkungen erlaubt sein. Zudem starten weitere Schulklassen wieder mit dem Unterricht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 3. Mai 2020 15:31 Uhr

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