Krankenhausgesellschaft wirft Müller Ungleichbehandlung vor

Krankenhausgesellschaft wirft Müller Ungleichbehandlung vor

Nach der Ankündigung von Prämien für Pflegekräfte und Ärzte von Charité und Vivantes wirft die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) dem Land Berlin einseitiges Handeln vor.

Michael Müller (SPD)

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Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) spricht bei einer Pressekonferenz.

«Es darf nicht von der Trägerschaft eines Krankenhauses abhängen, ob ein Bonus für Mitarbeitende fließt oder nicht», heißt es in einem BKG-Brief an Regierungschef Michael Müller (SPD) vom Donnerstag, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. «Das einseitige Vorgehen des Landes hilft nicht bei der Bewältigung der Krise.» Die Pandemie sei eine Gemeinschaftsaufgabe.
Die BKG rief Müller dazu auf, alle Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen der Stadt in seine Überlegungen und seinen Dank einzubeziehen. Alle Krankenhäuser hätten wegen der Ausrichtung auf Covid-19-Patienten «existenzgefährdende Einnahmeeinbußen» und wollten das Engagement ihrer Beschäftigten würdigen.
Von April bis Juni sollen monatlich 150 Euro mehr an Pflegekräfte und Ärzte an der Uniklinik Charité und den Vivantes-Krankenhäusern gezahlt werden, hatte Müller zu Wochenbeginn angekündigt. Er sprach von einem «kleinen Zeichen der Wertschätzung» und stellte weitere Prämien für andere Landesbeschäftigte in Aussicht.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 9. April 2020 20:49 Uhr

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