Polizei verhandelt weiter über Schutzmasken-Lieferung

Polizei verhandelt weiter über Schutzmasken-Lieferung

Die Berliner Polizei wartet weiter auf geeignete Schutzmasken für ihre Beamten. Man sei zwar derzeit noch gut ausgestattet, aber müsse für die Zukunft vorsorgen, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz am Montag. Die Polizei rede daher weiterhin mit den Vertragshändlern. Dabei gehe es sowohl um Ersatz für die 200 000 FFP2-Schutzmasken, die vergangene Woche auf dem Flughafen der thailändischen Hauptstadt Bangkok verschwunden waren, als auch um weitere Bestellungen.

Atemschutzmaske

© dpa

Eine FFP2 Atemschutzmaske liegt auf einem Tisch.

Die zwei Millionen einfachen Mund- und Nasenschutzmasken, die am Wochenende in Berlin ankamen, sind für die Polizisten weniger geeignet. Sie schützen nicht den Träger der Maske vor Viren, sondern verhindern nur, dass er seine Atemluft weit verbreitet. Getragen werden sie vor allem von Ärzten und Pflegern in Krankenhäusern, Praxen und Altenheimen, um Patienten nicht anzustecken.
Die Polizei könne solche Mundschützer für ihren ärztlichen Dienst auch gebrauchen, sagte der Sprecher. Zur Ausrüstung der Polizisten gehörten aber die professionellen FFP2-Schutzmasken.
Am Montag wollte die Polizei noch einmal mit dem Händler sprechen, der die Lieferung, die in Thailand abhanden kam, zugesagt hatte. Dabei ging es um insgesamt 400 000 FFP2-Masken, 200 000 wurden laut Senat in die USA umgeleitet. Polizeipräsidentin Barbara Slowik hatte bereits gesagt, der Händler «trägt aber dafür Sorge, dass wir Ersatz erhalten».
Der Regierende Bürgermeister Michael Müller und Innensenator Andreas Geisel (beide SPD) hatten am Freitag US-Präsident Donald Trump und seiner Regierung schwere Vorwürfe gemacht. Zuletzt hatte die US-Botschaft das zurückgewiesen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 6. April 2020 13:35 Uhr

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