Langjähriger DDR-Außenminister Oskar Fischer gestorben

Langjähriger DDR-Außenminister Oskar Fischer gestorben

Der langjährige DDR-Außenminister Oskar Fischer ist tot. Er starb am 2. April in Berlin wenige Tage nach seinem 97. Geburtstag im Kreis seiner Familie, wie der Verlag edition ost am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Langjähriger DDR-Außenminister Oskar Fischer gestorben

© dpa

Oskar Fischer (r), ehemaliger DDR-Außenminister, neben Egon Krenz, letzter DDR-Staatsratsvorsitzender.

Das Mitglied des Zentralkomitees der SED war von 1975 bis wenige Monate nach dem Mauerfall Minister für Auswärtige Angelegenheiten und vertrat die DDR auf internationalem Parkett. Nach der ersten freien Volkskammerwahl übernahm im April 1990 Markus Meckel für die SPD in der neuen Regierung unter Lothar de Maizière (CDU) das Amt für kurze Zeit.
Laut Verlag begann Fischer nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und sowjetischer Kriegsgefangenschaft in der DDR als Funktionär der Jugendorganisation FDJ (Freie Deutsche Jugend). Von 1955 bis 1959 war der gelernte Schneider Botschafter in Bulgarien.
Nach einem Studium in Moskau stieg Fischer in Ost-Berlin 1965 zum Vize-Außenminister und dann zum Staatssekretär auf, bevor er das Ministeramt bekam.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 3. April 2020 11:59 Uhr

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