Bildungssenatorin bleibt dabei: Sommerferien erst ab Juli

Bildungssenatorin bleibt dabei: Sommerferien erst ab Juli

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hält auch nach den kritischen Anmerkungen aus Bayern an ihren Forderungen zur Reform der Sommerferienregelung fest.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD)

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Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD)

Berlin und Hamburg wollen, dass die Ferien erst im Juli beginnen und die Termine aller Bundesländer enger zusammenrücken. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist dagegen: «Wir haben unseren Biorhythmus mit den Ferien - den wollen wir gern behalten», sagte Söder am Mittwochabend in München. «Wir haben das schon immer so gemacht - das hat sich gut bewährt.» Scheeres erklärte am Donnerstag (28. November 2019), die Ferien sollten zwischen dem 1. Juli und dem 10. September liegen. «Ich hoffe weiterhin, dass möglichst alle Bundesländer mitziehen.»

Neue Regelung der Ferien soll Länge der Schuljahre angleichen

Die neue Regelung solle insbesondere sicherstellen, dass die Schuljahre möglichst gleich lang sind, erklärte Scheeres. Bisher haben nur Bayern und Baden-Württemberg jedes Jahr annähernd im gleichen Zeitraum Sommerferien. In den übrigen Ländern wechseln die Termine. Die Sommerferien-Regeln waren schon bei der Kultusministerkonferenz (KMK) Mitte Oktober ein Thema. Nächstes Treffen der Kultusminister ist am Donnerstag (5. Dezember 2019).

Bayern und Baden-Württemberg planen Rückzug aus Bildungsrat

Unzufriedenheit gibt es auch weiter beim geplanten Nationalen Bildungsrat, aus dem Bayern und Baden-Württemberg am Wochenende ihren Rückzug angekündigt hatten. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) kritisierte die Ankündigung am Donnerstagmorgen im Deutschlandfunk: «Es kann nicht sein, dass einige glauben, Föderalismus ist dazu da, dass sie einfach ihre Eigeninteressen durchsetzen können, sondern es ist ein Geben und Nehmen.»

Michael Müller fordert Konsequenzen für Bayern und Baden-Württemberg

Den Aufbau des Nationalen Bildungsrats hatten Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart. Experten und Vertretern von Bund und Ländern sollen sich darin um die Unterschiede bei der Bildung zwischen den Ländern und beispielsweise die Vergleichbarkeit des Abiturs kümmern. Aus Müllers Sicht greifen die beiden Länder mit dem geplantem Ausstieg den Föderalismus an. «Wir haben das Ganze schon beim Digitalpakt erlebt, bei den Bund-Länder-Finanzbeziehungen haben wir's erlebt, bei der Grundsteuerdebatte und jetzt wieder», sagte der SPD-Politiker. Irgendwann müsse man mal über Konsequenzen nachdenken.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 28. November 2019 14:51 Uhr

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