Kuban: Keine Kooperation mit Links- und Rechtspopulisten

Kuban: Keine Kooperation mit Links- und Rechtspopulisten

Der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban, hat sich besorgt über das Ergebnis der Landtagswahl in Thüringen geäußert. Es sei beunruhigend, dass 50 Prozent der Bürger Links- und Rechtspopulisten gewählt hätten, sagte der 32-Jährige am Sonntagabend auf Phoenix. Auf die Frage, ob die CDU eine von den Linken geführte Minderheitsregierung stützen würde, sagte Kuban: «Ich persönlich kann mir keine Kooperation mit Links- und Rechtspopulisten vorstellen.»

Tilman Kuban

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Tilman Kuban, Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands.

Er rügte, dass Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) zum Beispiel noch immer nicht die DDR als Unrechtsstaat bezeichnen wolle. «Das ist jemand, mit dem können wir nicht zusammenarbeiten.» Über AfD-Chef Björn Höcke sagte er: «Das ist ein Nazi. Das werden wir auch in Zukunft weiter so betonen.»
Zum CDU-Wahlkampf sagte Kuban, die Themensetzung sei nicht optimal gewesen: Die Partei hätte aus seiner Sicht weniger über Diesel-Fahrverbote und Klimaschutz reden sollen, sondern mehr über in Thüringen brennende Themen wie den Landarztmangel, bessere Bus- und Bahnverbindungen sowie fehlende Einkaufsmöglichkeiten auf dem Land. «Genau diese Fragen haben wir uns viel zu wenig gestellt. In Deutschland leben zwei Drittel der Menschen im ländlichen Raum. Und wir müssen uns diesen Menschen wieder mehr zuwenden.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 27. Oktober 2019 20:52 Uhr

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