Tausende bei «Unteilbar»-Demonstration gegen Antisemitismus

Tausende bei «Unteilbar»-Demonstration gegen Antisemitismus

Mehrere Tausend Menschen haben am Sonntag in Berlin gegen Antisemitismus und rechte Gewalt demonstriert. Nach einer Kundgebung am Bebelplatz und einer Schweigeminute zog der Protestzug in Richtung der Neuen Synagoge in Mitte.

  • Unteibar-Demo in Berlin (3)© dpa
    13.10.2019, Berlin: Zahlreiche Teilnehmer einer Demonstration gegen Antisemitismus stehen auf dem Bebelplatz. Veranstalter ist die Initiative «Unteilbar».
  • Unteibar-Demo in Berlin (6)© dpa
    13.10.2019, Berlin: «Vielfalt ohne Alternative» steht auf dem Plakat einer Teilnehmerin einer Demonstration gegen Antisemitismus auf der Straße des 17.Juni, im Hintergrund ist der Berliner Fernsehturm zu sehen. Veranstalter ist die Initiative «Unteilbar».
  • Unteibar-Demo in Berlin (1)© dpa
    13.10.2019, Berlin: Yehuda Teichtal (r), Gemeinderabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, spricht vor Beginn der Demonstration gegen Antisemitismus auf dem Bebelplatz mit einem Demonstrationsteilnehmer. Veranstalter ist die Initiative «Unteilbar».
  • Unteibar-Demo in Berlin (2)© dpa
    13.10.2019, Berlin: Demonstranten stehen vor Beginn einer Demonstration gegen Antisemitismus mit einem Transparent mit der Aufschrift «Rechter Terror bedroht unsere Gesellschaft - #Kein Fußbreit - Antisemitismus tötet. Rassismus tötet.» auf dem Bebelplatz. Veranstalter ist die Initiative «Unteilbar». Foto: Paul Zinken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit
  • Unteibar-Demo in Berlin (4)© dpa
    13.10.2019, Berlin: Ein Mann steht zu Beginn einer Demonstration gegen Antisemitismus mit einer Fahne mit der Aufschrift «Kein Bock auf Nazis», im Hintergrund ist die Spitze des Berliner Fernsehturms zu sehen. Veranstalter ist die Initiative «Unteilbar».
  • Unteibar-Demo in Berlin (5)© dpa
    13.10.2019, Berlin: Ein Demonstrant mit einem großen, hölzernen Davidstern über der Schulter wartet auf den Beginn der Demonstration gegen Antisemitismus. Veranstalter ist die Initiative "Unteilbar".
  • Teilnehmer einer Demonstration mit einem Transparent© dpa
    Teilnehmer einer Demonstration gegen Rassismus und Ausgrenzung ziehen mit einem Transparent mit der Aufschrift «#unteilbar» durch die Stadt.
Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer am Bebelplatz auf 6000, die Veranstalter der Initiative «Unteilbar» sprachen von 13 000 Demonstranten beim Protestzug. Angemeldet waren 10 000 Menschen. Mit der Demonstration vier Tage nach dem antisemitischen Terroranschlag in Halle wollte ein breites Bündnis ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzen. Bereits am Samstag waren mehrere tausend Menschen in verschiedenen deutschen Städten gegen Rechts auf die Straße gegangen.
Unter den Demonstranten am Sonntag waren die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli, Levi Salomon vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus sowie der Berliner Bischof Markus Dröge. Dröge erklärte vorab: «Der Verfassungsschutz und die Sicherheitskräfte müssen wesentlich konsequenter gegen rechte Netzwerke und rechtspopulistische Funktionäre vorgehen, die erwiesenermaßen verfassungsfeindliche Thesen verbreiten.»
Auch Deutschrocklegende Udo Lindenberg («Hinterm Horizont gehts weiter») rief zur Teilnahme auf. «halle... wir stehen immer noch unter schock, doch lassen uns davon nicht lähmen. am sonntag in berlin, große mahnwache, demonstration und trauerzug. wir stehen solidarisch und unteilbar zusammen. udo und die ganze panikfamilie», schrieb der Sänger am Sonntag auf Facebook.
Ein schwerbewaffneter Rechtsextremist hatte am 9. Oktober 2019 versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen. Nachdem der Versuch scheiterte, hatte er vor der Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen. Der 27-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Er hat antisemitische und rechtsextremistische Motive bestätigt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 14. Oktober 2019 08:54 Uhr

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