Aktivisten blockieren: Polizei will Jannowitzbrücke räumen

Aktivisten blockieren: Polizei will Jannowitzbrücke räumen

In den Stadtteilen Mitte und Kreuzberg kann es am Donnerstag wegen Straßenblockaden von Klimaaktivisten von Extinction Rebellion wieder zu langen Wartezeiten für Autofahrer kommen.

Extinction Rebellion - Berlin

© dpa

Aktivisten von "Extinction Rebellion" blockieren während der Aktionswoche "Berlin blockieren" die Marschallbrücke.

Am Morgen kündigte die Polizei gegen 07.20 Uhr an, die blockierte Jannowitzbrücke demnächst räumen zu wollen. Nach einer Lautsprecheransage werde zunächst abgewartet, ob die Aktivisten die Brücke freiwillig verlassen.
Extinction Rebellion hatte zuvor angekündigt, weiter an der Jannowitzbrücke und an der Marschallbrücke in Mitte zu bleiben. Nach Polizeiangaben waren an der Jannowitzbrücke am Donnerstagmorgen etwa 250 Menschen, an der Marschallbrücke 200. Wer am Donnerstag (10. Oktober 2019) im Zentrum Berlins unterwegs ist, soll nach Empfehlung der Verkehrsinformationszentrale (VIZ) möglichst das Auto stehen lassen.
Die Oberbaumbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg wurde nach Angaben der VIZ in der Nacht wieder freigegeben. Auf Twitter forderten die Aktivisten Unterstützung für die Blockaden auf der Jannowitzbrücke in Mitte und der Marschallbrücke in der Nähe des Bundeskanzleramts.
Extinction Rebellion hat für die ganze Woche Aktionen in der Hauptstadt angekündigt. Die Umweltschutzbewegung will in Berlin und anderen Großstädten in aller Welt auf eine drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. Extinction Rebellion (XR) heißt übersetzt etwa: Aufstand gegen das Aussterben.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 10. Oktober 2019 08:27 Uhr

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