«Nacht der Solidarität»: Hunderte Teams sollen Obdachlose zählen

«Nacht der Solidarität»: Hunderte Teams sollen Obdachlose zählen

Die geplante Zählung von Obdachlosen in Berlin nimmt konkretere Formen an. Wie Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) am 03. September 2019 mitteilte, sollen dafür in der Nacht vom 29. zum 30. Januar rund 400 Teams auf den Straßen unterwegs sein.

Stadtmission startet neue Hilfe für Obdachlose

© dpa

Ein Obdachloser sitzt in Berlin

Die Gruppen bestehen demnach aus jeweils einigen Leuten, die Obdachlose zählen und zu ihrer Situation und ihrer Herkunft befragen sollen. Das Projekt läuft in Kooperation mit Hochschulen, Studenten werden bei der Befragung mithelfen. Die nächtliche Aktion soll zwei bis drei Stunden dauern. Breitenbach sprach von einer «Nacht der Solidarität». Dadurch wolle man auch deutlich machen: «Die Menschen, die auf der Straße leben, sind Teil dieser Stadt.»
Bisher weiß niemand, wie viele Obdachlose es in Berlin überhaupt gibt. Fachleute gehen davon aus, dass es mehrere Tausend sind und ihre Zahl zuletzt stetig stieg. Viele Obdachlose in der Hauptstadt kommen aus anderen Staaten, zumeist aus Osteuropa. Auf Basis der Ergebnisse könnten Hilfen für die Menschen womöglich gezielter angeboten werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 3. September 2019 15:24 Uhr

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