Jähn wurde im Unterricht auf Mondlandung vorbereitet

Jähn wurde im Unterricht auf Mondlandung vorbereitet

Der erste Deutsche im All, Sigmund Jähn, war auf die erste Mondlandung eines Menschen vor 50 Jahren vorbereitet. «Es war lange klar, dass die Mondlandung früher oder später kommen wird. Darüber hatten wir im «Unterrichtsfach Raumfahrt» gesprochen. Natürlich nicht durch welches Land», sagte Jähn im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Der 82-Jährige, damals Jagdflieger der Nationalen Volksarmee der DDR, hatte seit 1965 an der Militärakademie der Luftstreitkräfte bei Moskau studiert. Aus dem sowjetischen Fernsehen habe er dann von den ersten Schritten eines Amerikaners auf dem Mond erfahren. Am 20. Juli 1969 betrat der US-Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch den Mond.

Kosmonaut Sigmund Jähn

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Sigmund Jähn, früherer Kosmonaut und erster Deutscher im Weltall. Foto: Hendrik Schmidt/Archivbild

Noch heute habe er Respekt vor der technischen Leistung und den «tüchtigen amerikanischen Ingenieuren», sagte DDR-Kosmonaut Jähn. «Es war aber auch genügend Geld vorhanden und politisch wurde das Vorhaben von der US-Regierung unterstützt.»
Am 26. August 1978 startete der damalige DDR-Bürger Jähn dann selbst als erster Deutscher ins All. Die Raumkapsel «Sojus 31» brachte ihn vom Raumfahrtzentrum Baikonur aus zur Orbitalstation Saljut 6. Mit seinem Kommandanten Waleri Bykowski (1934-2019) war er sieben Tage, 20 Stunden und 49 Sekunden im All. Er umkreiste 124 Mal die Erde.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 1. Juli 2019 08:28 Uhr

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