Für Klimaschutz demonstriert - Versetzung gefährdet?

Für Klimaschutz demonstriert - Versetzung gefährdet?

In Berlin ist nach Kenntnis der Bildungsverwaltung kein Schüler allein wegen der Teilnahme an den Demonstrationen Fridays for Future versetzungsgefährdet. Dazu lägen keine Hinweise vor, sagte ein Sprecher von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Freitag.

Fridays for Future

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Jugendliche bei einem Fridays for Future - Klimastreik mit Banner der Aufschrift «Klima ist wie Bier. Warm ist scheiße». Foto: Steffen Trumpf

«Die Welt» berichtete am Freitag, dass Schülern, die freitags an Klimaschutz-Demonstrationen teilnehmen, das Sitzenbleiben drohe. Allein an einem Weddinger Gymnasium sollen 13 Schüler betroffen sein.
Dazu teilte der Scheeres-Sprecher auf Anfrage mit, der Schulleiter habe deutlich gemacht, dass es ihm darum ging, vorsorglich auf Risiken hinzuweisen. «Das ist auch richtig. Aber konkrete Fälle haben wir nicht und wir gehen auch nicht davon aus, dass dies der Grund für eine Nicht-Versetzung ist.»
Verwiesen wurde auch darauf, dass Schulen auch so steuern könnten, dass Schüler beispielsweise Leistungen erbringen könnten. «Das haben auch Schulen gemacht.» Zudem gebe es Spielräume für Ausnahmen.
Der «Tagesspiegel» schrieb, dass dem Elternausschuss keine entsprechenden Fälle bekannt seien. In Berlin beginnen die Sommerferien am 20. Juni.
Seit Wochen gehen Schüler bundesweit für den Klimaschutz auf die Straße. Auch an diesem Freitag, der aber schulfrei war, wurde in Berlin demonstriert. Zuletzt protestierten vor der Europawahl mehrere tausend Schüler in Berlin gegen die Erderwärmung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 31. Mai 2019 16:40 Uhr

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