Axel-Springer-Preis für junge Journalisten 2019 verliehen

Axel-Springer-Preis für junge Journalisten 2019 verliehen

Die Reporter Anna Feist (ZDF), Paul Middelhoff («Die Zeit») und Elisa Britzelmeier («Süddeutsche Zeitung») sind mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten ausgezeichnet worden. Für ihre Arbeiten erhielten sie am Donnerstag in Berlin jeweils die Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze, wie das Medienhaus mitteilte.

Feist hatte die TV-Dokumentation «Human Smugglers» über die Machenschaften von Menschenschmugglern gedreht. Middelhoff hatte sich für die Reportage «Was ist aus euch geworden?» auf die Suche nach ehemaligen Mitschülern eines Austauschjahrs nach Alabama (USA) begeben. Britzelmeier wiederum rekonstruierte das Schicksal eines jungen Mannes, dessen Vater seine Mutter umbrachte und der als verwahrloster Halbwaise schließlich selbst den Tod auf der Straße fand.
Für die beste kreative Umsetzung wurde das Instagram-Format «Die News-WG» des Bayrischen Rundfunks ausgezeichnet. In der Sparte Unterhaltung und Humor ging der Preis an Daniel Sprenger für die «Extra-3»-Serie «Realer Irrsinn» (NDR).
Mit dem «George-Weidenfeld-Sonderpreis für mutige Recherche» wurde posthum der ermordete slowakische Journalist Ján Kuciak geehrt. Auch die Investigativ-Reporter Dimitar Stoyanov aus Bulgarien und Attila Biro aus Rumänien wurden mit dem Preis für ihre Recherchen zum Missbrauch von EU-Geldern ausgezeichnet.
«Mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten wollen wir ein Zeichen für Qualitätsjournalismus setzen», sagte Marc Thomas Spahl, Direktor der Axel-Springer-Akademie. Mitglieder der Jury unter der Leitung von Stefan Aust haben laut Spahl bei der Bewertung der Beiträge, die in die engere Wahl kamen, zum Teil selbst bei den Redaktionen nachgefragt, wie die Berichte zustande kamen, und Zusatzinformationen eingeholt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 2. Mai 2019 20:20 Uhr

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