Zehn-Kilometer-Lauf im Knast: Rund 40 Gefangene machen mit

Zehn-Kilometer-Lauf im Knast: Rund 40 Gefangene machen mit

Immer an der Wand lang: Rund 40 Berliner Inhaftierte sind bei einem Zehn-Kilometer-Lauf durch das Gefängnis Plötzensee und die Jugendstrafanstalt an den Start gegangen.

Justizvollzugsanstalt Plötzensee

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Die Justizvollzugsanstalt Plötzensee in Berlin.

Wie bei einem Wettkampf «draußen» wurden die Läufer am Mittwochnachmittag von Musik angefeuert, die hauseigene Band «Notorius booknumbers» spielte. Es gab Erinnerungsurkunden und einen Händedruck von Horst Milde, dem Begründer des Berlin-Marathon. Der Lauf für Gefangene wurde bereits das fünfte Mal organisiert, zusammen mit der Interessensgemeinschaft deutscher Laufveranstalter.
Die Teilnehmer, unter ihnen drei Frauen, kamen aus allen Haftanstalten der Hauptstadt. Als Streckenposten fungierten Justizbedienstete. Selbst an Getränke, Obst und Kuchen war gedacht. Auch einige Läufer von draußen, die sich angemeldet hatten, liefen mit.
Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne), der selbst mitlaufen wollte, aber wegen anderer Termine nicht konnte, teilte mit: «Sport ist ein wichtiger Bestandteil erfolgreicher Resozialisierung.» Das Laufen biete nicht nur Gelegenheit, das eigene Verhalten zu reflektieren, sondern auch die Chance, Anerkennung und Erfolge zu erfahren.
41. Berlin Marathon
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. April 2019 08:43 Uhr

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