Kita-Kinder besuchen neue Wassergewöhnungskurse

Kita-Kinder besuchen neue Wassergewöhnungskurse

Rund 570 Berliner Kindergartenkinder aus 44 Einrichtungen gehen derzeit regelmäßig im Zuge eines Modellversuchs baden.

Kind beim Schwimmunterricht

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Kind beim Schwimmunterricht

Bei dem im Januar gestarteten Projekt «Berliner Schwimmbärchen» sollen sie möglichst früh ans Wasser herangeführt werden. «Ich möchte, dass möglichst alle Berliner Kinder schwimmen können, denn das kann überlebenswichtig sein», sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Montag, den 8. April 2019 laut Mitteilung.

Kurse sollen Scheu vor Wasser nehmen

Durch Spiel und Spaß sollen die jeweils ältesten Kita-Kinder die Scheu vor dem Wasser verlieren, um später schneller schwimmen zu lernen. Scheeres besuchte am Montag einen der Wassergewöhnungskurse im Stadtbad Märkisches Viertel in Reinickendorf. Die Pilotphase läuft bis Ende April, ab September wird das Projekt dann fortgesetzt. Vorreiter war der Bezirk Neukölln. Dort startete 2015 das Projekt «Neuköllner Schwimmbär». Ziel war es, die dortige Nichtschwimmerquote von 40 Prozent am Ende der dritten Klasse zu senken.

Viele Kita-Kinder können nicht schwimmen

Laut einer Umfrage im Auftrag der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) konnten im Jahr 2017 rund 60 Prozent der Berliner Schulkinder im Alter bis zu 14 Jahren schlecht oder nicht schwimmen. Laut DLRG-Sprecher Michael Neiße hat sich die Situation nicht gebessert. Das Schwimmbärchen-Projekt setzt aus seiner Sicht zu spät an. «Kinder können auch schon mit drei oder vier Jahren schwimmen lernen», so der Sprecher.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 8. April 2019 12:52 Uhr

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