CDU macht sich für Europa-Haus in Berlin stark

CDU macht sich für Europa-Haus in Berlin stark

Die CDU macht sich für ein Europa-Haus in Berlin stark. «Wir brauchen einen Ort, an dem sich Europa konkretisiert», sagte die Spitzenkandidatin der Hauptstadt-CDU für die Europawahl, Hildegard Bentele, am Freitag bei der Vorstellung ihrer Kampagne. Ziel sei, die Vision Europa an einem Ort zu bündeln und einen Begegnungsort zu schaffen. Verschiedenste Institutionen und Initiativen mit Europa-Bezug könnten dort ihren Sitz haben und ein breites Angebot für die Bürger bieten.

Der Berliner CDU-Generalsekretär Stefan Evers schlug die Stadtbibliothek in der Breiten Straße in Mitte, die in ein neues Gebäude umziehen soll, als Standort für das Europa-Haus vor. Mit seiner Lage in der Nähe von Humboldt-Forum, Auswärtigem Amt, Bundestag und dem Palais am Festungsgraben, das ein Verein gerne zum «Haus für die Vereinten Nationen» machen würde, sei dieser Standort bestens geeignet. Damit hätte man im Herzen Berlins die internationale und europäische Politik quasi «unter einem Dach», so Evers. «Das würde einer internationalen, europäischen Stadt wie Berlin enorm gut anstehen.»
Vorbild ist das frühere landeseigene europäische Informationszentrum in der Bundesallee, das heute in dieser Form nicht mehr existiert. «Wir wollen uns dafür einsetzen, dass Europa in Berlin wieder sichtbarer und spürbarer für die Menschen wird», sagte Bentele. Das sei eine Lehre aus dem Brexit. «Wenn man nicht tagtäglich für Europa wirbt und den Wert der Europäischen Union herausstellt, dann kann es passieren, dass man das Bewusstsein dafür verliert.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 5. April 2019 14:10 Uhr

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