Warnstreiks: Sparkasse schließt jede zweite Filiale

Warnstreiks: Sparkasse schließt jede zweite Filiale

Wegen Warnstreiks der Bankangestellten ist in Berlin am Freitag jede zweite Sparkassen-Filiale geschlossen geblieben.

Streikende trägt «Verdi»-Fahne in den Haaren

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Teilnehmerin eines Warnstreiks hat eine Fahne mit der Aufschrift «Verdi» in den Haaren stecken.

Die Automaten in den sogenannten SB-Räumen stünden in der ganzen Stadt wie gewohnt zur Verfügung, sagte ein Sprecher des Unternehmens der Deutschen Presse-Agentur. Die Gewerkschaft Verdi hatte in Berlin und Brandenburg rund 8000 Bankangestellte verschiedener Geldinstitute zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Nach Verdi-Schätzungen nahmen an einer Kundgebung auf dem Breitscheidplatz in Berlin rund 750 Streikende teil. «Insgesamt streiken deutlich mehr», sagte Sebastian Orthmann von Verdi Berlin.

Kaum Auswirkungen für Kunden

Nach Angaben des Arbeitgeberverbands des privaten Bankgewerbes (AVG Banken) waren die Auswirkungen für Kunden insgesamt aber überschaubar. Am Mittwoch hatten Bankmitarbeiter in Hamburg den Auftakt gemacht. «Aus Hamburg haben wir keine Störungen des Geschäftsbetriebs wahrgenommen», sagte Carsten Rogge-Strang, Geschäftsführer Tarifpolitik beim AVG Banken. Auch für die Warnstreiks an diesem Freitag unter anderem in Berlin, Brandenburg, Hessen und Baden-Württemberg seien keine größeren Störungen in den Banken zu erwarten. Sprecher der Commerzbank Berlin und der Investitionsbank des Landes Brandenburg bestätigten das am Freitag.
Verdi hatte am Dienstag zu bundesweiten Warnstreiks an verschiedenen Tagen im April in mehreren Städten aufgerufen. Wie viele Menschen bundesweit aufgerufen waren, konnte der Bundesvorstand nicht genau beziffern. Derzeit verhandeln die Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter der privaten und öffentlichen Banken für etwa 200 000 Beschäftigte einen neuen Tarifvertrag. Verdi will unter anderem sechs Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, mehr Urlaub, kürzere Arbeitszeiten und einen verbindlichen Anspruch auf Weiterbildung durchsetzen. Am 11. April verhandeln die Parteien weiter.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 5. April 2019 14:07 Uhr

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