Ministerin: Sorben-Schutz gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Ministerin: Sorben-Schutz gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) hat an die Unterzeichnung des Gesetzes über die Rechte der Sorben vor zwanzig Jahren am 31. März 1999 erinnert. Der Schutz, die Förderung, Anerkennung und Wertschätzung der sorbischen Mitbürger sei eine staatliche und gesamtgesellschaftliche Aufgabe, sagte sie laut einer Mitteilung in Dresden am Samstag. Das Recht auf die nationale und ethnische Identität sowie die Gewährung aller Volksgruppen- und Minderheitenrechte sei keine Gabe und kein Privileg, sondern Teil der universellen Menschen- und Freiheitsrechte. Das Sorbengesetz war am 20. Januar 1999 vom Landtag einstimmig beschlossen worden. Es löste das Gesetz zur Wahrung der Rechte der sorbischen Bevölkerung vom 23. März 1948 ab. In Deutschland leben den Angaben zufolge rund 60 000 Sorben, davon etwa 20 000 Niedersorben in der brandenburgischen Niederlausitz und 40 000 Obersorben in der sächsischen Oberlausitz.

Eine Schülerin in einer sorbischen Tracht

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Eine Schülerin in einer sorbischen Tracht geht in der Oberschule Ralbitz eine Treppe hinauf. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 31. März 2019 15:00 Uhr

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