Gedächtniskirche wird in Werbeplane von Huawei eingehüllt

Gedächtniskirche wird in Werbeplane von Huawei eingehüllt

Der Glockenturm an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wird in den kommenden sechs Monaten von einem Werbebanner verhüllt.

Werbung für die Leichtathletik-EM Berlin 2018

© dpa

Der Glockenturm neben der Gedächtniskirche machte 2018 Werbung für die Leichtathletik EM.

Die Einnahmen aus der Werbung für einen chinesischen Smartphone-Hersteller seien für die Sanierung unverzichtbar, erklärte die Gemeinde am 27. März 2019. Die Instandsetzung des Turms soll 2020 beginnen und mehr als vier Millionen Euro kosten. Dabei sollen die 204 Betonwaben des Turms sowie nach 60 Jahren auch die 5152 blauen Betonglasfelder ausgebaut und überholt werden.

Huawei möchte für Smartphones, nicht für ihre Netzwerktechnik werben

Das Anbringen der Werbeplane des chinesischen Konzerns Huawei hatte Diskussionen in der Gemeinde ausgelöst. Die Stiftung der Kaiser-Gedächtnis-Kirche und der Gemeindekirchenrat sprachen sich schließlich dafür aus, Vereinbarungen aus dem Jahr 2018 einzuhalten. Auf dem Plakat solle für Smartphones und nicht für Netzwerktechnik geworben werden. Huawei wird in den USA vorgeworfen, mit seinen Produkten für den Mobilfunkstandard 5G spionieren oder sabotieren zu können. Beweise dafür liegen aber bisher nicht vor.

Das gesamte Ensembles der Gedächtniskirche wird schrittweise saniert

Mit der Instandsetzung des Glockenturms wird die Sanierung und Weiterentwicklung des Ensembles der Gedächtniskirche fortgesetzt. Von 2007 bis 2015 war der Alte Turm an der Reihe, 2015 die Kapelle und 2017 das Kirchenpodium.
Neue Synagoge Berlin
© dpa

Religion & Glauben

Imposante Kirchen und alte Friedhöfe in Berlin sind nicht nur Orte des Glaubens und der Religion, sondern sind zu viel besuchten Sehenswürdigkeiten geworden. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 27. März 2019 16:06 Uhr

Weitere Meldungen