Sportsenator: Olympia-Bewerbung auch mit Polen denkbar

Sportsenator: Olympia-Bewerbung auch mit Polen denkbar

Der Berliner Innen- und Sportsenator Andreas Geisel kann sich einen neuen Anlauf Deutschlands für Olympische Spiele auch gemeinsam mit Polen vorstellen. Der Bund müsse entscheiden, welche Städte mitmachen, dass könne man auch «gemeinsam mit Warschau machen», sagte der SPD-Politiker dem «Tagesspiegel» am Montag.

Olympische Ringe

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Sportsenator Geisel: Olympia-Bewerbung auch mit Polen denkbar. Foto: Christoph Soeder/Archiv

Sommerspiele in der Hauptstadt hält er dabei weiter nicht für ausgeschlossen. «Ich habe ganz explizit gesagt, dass Berlin sich nicht bewerben wird», sagte Geisel. «Ich möchte, dass die Bundesrepublik sich bewirbt. Und wenn die Bundesrepublik uns auffordert, das auszurichten, dann machen wir das. Aber es wird keine Berlin-Bewerbung geben.»
Geisel hatte in der Vorwoche gesagt, dass er sich eine neue Olympia-Bewerbung vorstellen könne, ein solcher Schritt sei aber nur im Rahmen einer nationalen Kandidatur gemeinsam mit anderen deutschen Städten denkbar. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hatte sich daraufhin grundsätzlich positiv über eine mögliche gemeinsame Olympia-Bewerbung für die Sommerspiele 2036 geäußert.
Das olympische Regelwerk sieht bislang nicht vor, dass sich zwei Städte gemeinsam bewerben. Das Reformpaket «Agenda 2020» sieht aber ausdrücklich vor, aus Kostengründen Wettbewerbe jenseits der Grenze des Ausrichterlandes auszutragen. Falls Stockholm im Juni den Zuschlag für die Winterspiele 2026 bekommt, werden die Wettbewerbe im Rodeln und Bobsport im lettischen Sigulda ausgetragen. Nord- und Südkorea planen eine gemeinsame Bewerbung um die Sommerspiele 2032.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 4. März 2019 19:00 Uhr

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