Bündnis gegen EU-Subventionen für industrielle Großbetriebe

Bündnis gegen EU-Subventionen für industrielle Großbetriebe

EU-Agrarsubventionen ja - aber nicht für industrielle Großbetriebe: Ein breites Bündnis hat an die Politik appelliert, sich stärker gegen Höfe- und Artensterben einzusetzen. Außerdem sollte eine Landwirtschaft gefördert werden, die klimaschonend sei, sagte die Sprecherin des Zusammenschlusses «Wir haben es satt!», Saskia Richartz, am Montag in Berlin. «Steuergeld muss bäuerliche Betriebe unterstützen, die Umwelt und Klima schützen und unsere Rinder, Schweine oder Hühner gut halten.»

Demonstranten versammeln sich mit Fahnen

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Mehrere tausend Bauern und Umweltaktivisten bei der Demonstration «Wir haben es satt» 2018 in Berlin. Foto: Paul Zinken/Archiv

Für Samstag (19.1., 12.00 Uhr) rief das Bündnis zu einer Demonstration unter dem Motto «Wir haben Agrarindustrie satt!» am Brandenburger Tor auf und erwartet Zehntausende Teilnehmer. Es ist den Angaben zufolge das neunte Mal in Folge, dass parallel zur Agrarmesse Grüne Woche demonstriert wird. Zu dem Bündnis gehören unter anderem Umwelt- und Tierschützer sowie Landwirte.
Benjamin Bodirsky vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) empfahl, dass die Bundesregierung klimaschonend arbeitenden Landwirten einen Wettbewerbsvorteil verschaffen sollte. In der Europäischen Union (EU) wird derzeit über eine umfassende Agrarreform diskutiert. Die Subventionen für Landwirte gehören zu den größten finanziellen Posten der EU.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 14. Januar 2019 11:30 Uhr

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