Zeitungsleser hinter Gittern

Zeitungsleser hinter Gittern

Tausende Gefangene lesen bundesweit regelmäßig eine Zeitung oder Zeitschrift. Ein in Berlin ansässiger Verein vermittelt regelmäßig solche Abonnements, derzeit sind es fast 3000. Zudem seien 1600 Inhaftierte derzeit auf einer Warteliste, sagte die Geschäftsführerin des Vereins Freiabonnements für Gefangene, Sybill Knobloch, der Deutschen Presse-Agentur. Anfang der 90er Jahre seien es noch etwa 1000 Abos gewesen.

Freiabonnements für Gefangene

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Sybill Knobloch, Geschäftsführerin des Vereins Freiabonnements für Gefangene, steht mit einem Flyer ihres Vereins vor Aktenordnern. Foto: Jörg Carstensen/Archiv

«Gefangene haben kein Internet, der Informationsbedarf ist riesig», so die gelernte Politologin Knobloch. Der Verein ist nach eigenen Angaben bundesweit einmalig. Grundlage der Abos seien Spenden. Fast 200 000 Euro müssten dafür im Jahr aufgebracht werden. Manche Zeitungen räumten auch Rabatte ein oder stellten einige Exemplare kostenfrei bereit. Fast jede abonnierte Zeitung im Knast werde weitergegeben und von bis zu zehn Gefangenen gelesen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 21. Dezember 2018 06:00 Uhr

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