Müller lehnt Schnellschüsse bei SPD-Neuaufstellung ab

Müller lehnt Schnellschüsse bei SPD-Neuaufstellung ab

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat Geduld bei der programmatischen Neuaufstellung seiner Partei angemahnt. Es falle der SPD derzeit schwer, «ein Profil zu erarbeiten, das die Menschen wieder für uns begeistert», sagte Müller dem «Tagesspiegel» (Sonntag). Die gesamte Partei, auch er selbst, leide unter der derzeitigen Lage. «In diesem Jahr bin ich 37 Jahre in der SPD, und es tut im Moment richtig weh.» Schnellschüsse oder Personalwechsel an der Spitze seien aber nicht die Antwort. «Entscheidend ist, dass die inhaltlichen Fragen wieder im Vordergrund stehen.»

Michael Müller (SPD)

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Michael Müller (SPD), Berlins Regierender Bürgermeister, während einer Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses. Foto: Jörg Carstensen/Archiv

Mit Blick auf Kritik an Parteichefin Andrea Nahles und Vizekanzler Olaf Scholz sagte Müller dem Bericht zufolge, natürlich werde in so einer Lage auch über Personen geredet. «Wahl- und Umfrageergebnisse belasten viele Genossen, das kann man ihnen nicht übelnehmen.»
Die SPD liegt in Umfragen bundesweit nur noch bei 15 Prozent und sucht daher neue Rezepte, um in Zeiten großer Umwälzungen wieder mehr Wähler von sich zu überzeugen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 16. Dezember 2018 08:30 Uhr

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