DGB-Chef von Bahnstreik betroffen

DGB-Chef von Bahnstreik betroffen

Deutschlands oberster Gewerkschafter Reiner Hoffmann ist am Montag selbst vom Bahnstreik betroffen gewesen. Bei anderen Betroffenen habe er vor allem Verständnis für die Eisenbahngewerkschaft EVG wahrgenommen, sagte Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Ich hatte heute Morgen selbst die Situation, dass ich am S-Bahnhof stand und die Reaktion vieler Menschen mitbekommen habe», sagte der DGB-Vorsitzende. In der Hauptstadt war am Morgen überraschend auch die S-Bahn im Berufsverkehr bestreikt worden. Die S-Bahn ist Teil der DB Regio AG.

DBG-Chef Reiner Hoffmann

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DBG-Chef Reiner Hoffmann. Foto: Gregor Fischer

Hoffmann sagte: «Natürlich ist es dann erstmal ärgerlich, wenn ich dann nicht pünktlich zur Arbeit komme. Aber der Ärger richtete sich weniger gegen meine Gewerkschaft, die EVG, sondern vor allen Dingen gegen den Bahnvorstand, dass hier kein anständiges Angebot auf den Tisch gelegt wurde, bei dem die Menschen am Verhandlungstisch sagen: Darauf können wir uns verständigen, hier können wir uns einigen.» Die EVG ist eine von acht Mitgliedsgewerkschaften des DGB.
«Das ist das, was die Bevölkerung auch erwartet, dass die Bahnbeschäftigten einen ordentlichen Lohn bekommen und ordentliche Arbeitszeiten», sagte Hoffmann. «Dafür ist das Verständnis heute sehr groß gewesen.»
Im Fernverkehr müssen die Bahnkunden nach Bahnangaben noch den ganzen Tag mit Einschränkungen rechnen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 10. Dezember 2018 12:10 Uhr

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