Neukölln gegen Kita-Broschüre zu Rechtsextremismus

Neukölln gegen Kita-Broschüre zu Rechtsextremismus

Im Streit um eine Broschüre für Erzieher zum Umgang mit Rechtspopulismus hat der Berliner Bezirk Neukölln von der Nutzung abgeraten. Der CDU-Jugendstadtrat Falko Liecke teilte am Freitag im Namen des Bezirksamtes mit: «Die Broschüre will Vorurteile bekämpfen, vermittelt sie aber selbst.» Es sei nicht Aufgabe von Erziehern, die politische Gesinnung der Eltern zu überprüfen.

Die 60-seitige Broschüre «Ene, mene, muh - und raus bist du» stammt von der Amadeo Antonio Stiftung, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus engagiert. Unterstützt wurde sie von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD), die früher Bezirksbürgermeisterin in Neukölln war.
Im Bundestag hatte es von der CDU Kritik an der Broschüre gegeben. Moniert wurden unter anderem ein Fallbeispiel über ein Mädchen mit Zöpfen, Röcken und Vorlieben für Handarbeit und Disziplin und ihren Bruder, der körperlich gedrillt werde. Daraus wurden Hinweise auf rechtsextreme Eltern abgeleitet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 30. November 2018 13:40 Uhr

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