Müller: Lassen uns Tag des Mauerfalls nicht umdeuten

Müller: Lassen uns Tag des Mauerfalls nicht umdeuten

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat vor einer neuen Spaltung der Gesellschaft gewarnt.

Michael Müller

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Michael Müller (SPD) steht an der Mauergedenkstätte Bernauer Straße.

Mit dem Fall der Mauer vor 29 Jahren habe Deutschland den Weg zur Einheit im Namen von Demokratie, Freiheit und Rechtsstaat beschritten. «Deutschland ist ein vereintes Land, das sich als Garant der Menschenrechte begreift. Das soll und muss auch so bleiben», erklärte Müller anlässlich des Jahrestages am 9. November.
Die Einheit sollte eine Einheit in Frieden, Freiheit und Wohlstand für alle sein. «Deshalb lassen wir uns als Demokratinnen und Demokraten diesen Tag nicht von Populisten, Nationalisten und Rechtsextremisten umdeuten.»

Müller sprach sich gegen Ausgrenzungen aus

«Die unsere Gesellschaft von Neuem spalten, egal ob es Mauern zwischen verschiedenen Herkünften oder religiösen und politischen Überzeugungen oder sexuellen Orientierungen oder was auch immer sind». Die Einheit sei das Vermächtnis aller, die durch die Mauer ihr Leben, Glück oder ihre Gesundheit verloren, so Müller. Er nimmt am Freitag in der zentralen Mauer-Gedenkstätte (ab 14 Uhr) am Gedenken teil.

Die deutsche Teilung dauerte mehr als 28 Jahre

Allein in Berlin starben nach dem Mauerbau vom 13. August 1961 nach wissenschaftlichen Erkenntnissen mindestens 140 Menschen durch das DDR-Grenzregime. An einer Studie, wonach an der deutsch-deutschen Grenze mindestens 327 Menschen ums Leben kamen, kamen jetzt Zweifel auf. Teile des abgeschlossenen Forschungsprojekts sollen überprüft werden.
East Side Gallery
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Mauer

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 8. November 2018 12:09 Uhr

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