Charité: Zustand des Pussy-Riot-Aktivisten unverändert

Charité: Zustand des Pussy-Riot-Aktivisten unverändert

Der Gesundheitszustand des mutmaßlich vergifteten Pussy-Riot-Aktivisten Pjotr Wersilow ist unverändert. Das teilte die Berliner Universitätsklinik Charité am Montag mit. Der Russe wird seit gut einer Woche an der Charité behandelt. Am Montag vergangener Woche hatten Ärzte erklärt, Wersilow sei noch verwirrt, aber auf dem Weg der Besserung.

Pussy-Riot-Aktivist Pjotr Wersilow

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Pussy-Riot-Aktivist Pjotr Wersilow. Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/Archiv

Einen Bericht der Online-Ausgabe der «Bild»-Zeitung (Montag), wonach Wersilow und seine Begleiter unter Polizeischutz stehen, wollte die Polizei weder dementieren noch bestätigen. Laut einem Polizeisprecher wird die Gefahrenlage Wersilows und seiner Begleiter in Berlin regelmäßig neu bewertet. Die Maßnahmen würden entsprechend angepasst. Details nannte er nicht.
Ein nicht identifiziertes Gift hatte bei Wersilow vor etwa zwei Wochen in Moskau für eine Störung des vegetativen Nervensystems gesorgt. Mitstreiterin Nadeschda Tolokonnikowa sprach von einem «Versuch eines Mordanschlags oder einer Einschüchterung».
Wersilow war beim Finalspiel der Fußball-WM Mitte Juli mit drei anderen Pussy-Riot-Mitgliedern in Uniformen auf das Feld gerannt, um unter anderem gegen Polizeigewalt zu demonstrieren.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 24. September 2018 15:10 Uhr

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