Auf der Lauer nach Hannover: Kein Urlaubsmodus bei Hertha

Auf der Lauer nach Hannover: Kein Urlaubsmodus bei Hertha

Mehr als neun Jahre hat Hertha in Hannover nicht verloren. Aktuell sind die Berliner seit drei Spielen unbezwungen. Geht doch noch was Richtung Europacup? Manager Preetz fordert ein anderes Auftreten als zuletzt gegen Augsburg. Alles andere ist Theorie.

Michael Preetz

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Der Manager des Hertha BSC, Michael Preetz. Foto: Paul Zinken/Archiv

Berlin (dpa) - Nein, über die Minimalchance auf das internationale Geschäft sprechen die Hertha-Chefs vor dem 33. Bundesliga-Spieltag nicht. «Erstmal möchte ich eine andere Mannschaft sehen, als die, die gegen Augsburg rausgegangen ist. Es ist nicht die Frage, was wir noch erreichen können, sondern wie man in ein Spiel geht. Da waren wir nicht zufrieden», erklärte Michael Preetz, der Manager des Berliner Fußball-Erstligisten, vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Hannover 96. Mit 43 Punkte lauert Hertha derzeit auf Rang zehn.
Eintracht Frankfurt (46) als derzeit Siebter und sogar RB Leipzig (47) als Sechster können noch überholt werden. Doch da auch der VfB Stuttgart (45) und Borussia Mönchengladbach (44) um die Europa-League-Qualifikation mitmischen, sind Herthas Aussichten nur sehr gering. «Wir haben es nicht selbst in der Hand», betonte Trainer Pal Dardai mehrmals. Allerdings unterstrich Preetz: «Wir sollten noch nicht im Urlaubsmodus sein, sondern es gibt noch sechs Punkte zu vergeben. Davon wollen wir so viele wie möglich holen.»
Zwei Faktoren sprechen für Hertha: Erstens steht nach dem jüngsten 2:2 im eigenen Stadion gegen Augsburg wieder ein Auswärtsspiel an. Und zweitens war Hannover zuletzt immer ein gutes Pflaster für die Berliner. Die letzte Niederlage in der niedersächsischen Landeshauptstadt datiert vom 11. April 2009 (0:2). Danach holte Hertha dort zwei Siege und drei Remis. In der Auswärtstabelle der aktuellen Saison steht der Hauptstadtclub mit 21 Punkten auf Rang fünf. Nur der FC Bayern, Bayer Leverkusen, Schalke 04 und Borussia Dortmund sammelten in fremden Stadien mehr Zähler ein.
«Wir hoffen, dass wir unsere gute Auswärtsbilanz fortschreiben können», erklärte Preetz. Der Manager erwartet jedoch «einen richtig schweren Auswärtsgang» beim Tabellen-Dreizehnten. «Hannover ist Aufsteiger, der sich vom ersten Spieltag an sehr gut zurechtgefunden hat in der Liga. Sie waren lange in der Saison sehr stark. Jetzt haben sie eine Phase erwischt, in der sie Punkte liegen gelassen haben», sagte der einstige Torjäger Preetz.
Bis auf den an Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankten Arne Maier hat Dardai seinen kompletten Kader zur Verfügung. Der Schweizer Fabian Lustenberger könnte gegen die 96-er kurz nach seinem 30. Geburtstag in die Startelf rücken und im defensiven Mittelfeld für Stabilität sorgen. «Ich habe gesagt, hoffentlich hat er nicht zu lange gefeiert. Er hat die Chance. Wir brauchen kopfballstarke Sechser, das ist er», sagte Dardai.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 4. Mai 2018 13:00 Uhr

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