Weichen für Formel-E-Rennen in Berlins City sind gestellt

Weichen für Formel-E-Rennen in Berlins City sind gestellt

Das Berliner Formel-E-Rennen wird am 21. Mai vom Strausberger Platz über die Karl-Marx-Allee bis zum Alexanderplatz führen.

Formel-E-Rennen

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Das Berliner Formel-E-Rennen wird in diesem Jahr am 21. Mai starten. Foto: Rainer Jensen/Archiv

Das Fahrerfeld ist mit prominenten Namen besetzt. Noch aber sind nicht alle Genehmigungsverfahren abgeschlossen. Wenn am 21. Mai die Motorsportserie der Formula E Station in Berlin Station macht, ist darüber besonders der Geschäftsführer der Rennserie, Alejandro Agag, hocherfreut. «Berlin hat eine ganz besondere Bedeutung», erklärte der Spanier am Freitag im Roten Rathaus. Denn schon die Zusage der deutschen Hauptstadt im Vorjahr war ein großer Schritt zur Etablierung der Rennen mit Elektroautos. «Deshalb wäre ich auch sehr traurig gewesen, wenn es dieses Jahr nicht geklappt hätte», sagte Agag.
Auch Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) freut sich auf das Rennen. «Die Formel E ist ein Event mit Innovation für mehr Nachhaltigkeit, das hervorragend zu Berlin passt. Wir sind froh, dass die Formel E wieder in unsere Stadt kommt», erklärte sie. Bei der Premiere im vergangenen Jahr war noch das Tempelhofer Feld Austragungsort. Da dort nun im Hangar Flüchtlinge untergebracht sind, musste eine Alternative gefunden werden. «Das hat allen Organisatoren viel Flexibilität abverlangt», sagte Yzer. Man entschied sich für die Kurs vom Strausberger Platz über die Karl-Marx-Allee bis zum Alexanderplatz. Insgesamt 2,030 Kilometer mit elf Kurven. «Eine Strecke mit Charakter und dicht bei den Fans», sagte Daniel Abt, neben Nick Heidfeld einer von zwei deutschen Fahrern im Feld. Aber so ein Innenstadtparcours bringt so seine Tücken mit sich. «Da muss man auch mit Schlaglöchern oder ähnlichem klarkommen», ergänzte Abt.
Mit rund 230 km/h werden die Rennautos, die aussehen wie Formel 1-Boliden, dann bei dem «FIA Formula E Berlin ePrix 2016» durch die Innenstadt düsen. Für größtmögliche Sicherheit für Fahrer und Zuschauer soll gesorgt werden. Gut eine Woche sollen die Aufbauarbeiten dauern, die Karl-Marx-Allee muss dann rund um das Event 36 Stunden gesperrt werden. Allerdings sind immer noch nicht alle Genehmigungsverfahren beendet. «Es gibt noch einiges zu klären, aber die Weichen sind gestellt», versicherte Yzer.
In Tempelhof kamen im vergangenen Jahr rund 20 000 Zuschauer. Im zweiten Jahr werden noch mehr Fans erwartet. Zehn Teams mit 20 Fahrern werden in Berlin an den Start gehen. Darunter so klangvolle Namen wie Prost, Senna oder Piquet. Die Söhne der ehemaligen Formel-1-Weltmeister, Nicolas Prost, Bruna Senna und Nelson Piquet junior, sind bei der Formel E am Start. «Alles Namen, die Motorsportfans ein Begriff sind. Das motiviert, solche Namen zu schlagen», sagte Abt. Überhaupt hat der 23-jährige Deutsche das Gefühl, dass sich die Rennserie in der Branche immer größerer Beliebtheit erfreut: «Am Anfang wurde ich noch belächelt, jetzt fragen mich viele, wie man da reinkommt. Die Serie hat eine große Zukunft vor sich.»
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 18. März 2016 16:53 Uhr

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