Ride of Silence zum Gedenken an getötete Radfahrer

Ride of Silence zum Gedenken an getötete Radfahrer

Mit einer Schweigefahrt erinnern heute Abend ganz in weiß gekleidete Menschen an Radfahrer, die in Berlin bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen sind.

Der Schatten eines Radfahrers

© dpa

In Berlin sind im Jahr 2015 bereits vier Radfahrer bei Verkehrunfällen ums Leben gekommen.

Der Ride of Silence findet in mehr als 300 Städten in 26 Ländern und auf sieben Kontinenten statt. Zur ersten Teilnahme Berlins am Ride of Silence haben die Initiative Clevere Städte zusammen mit Vertretern von verschiedenen Parteien und Organisationen aufgerufen. Mit der Demo setzen sich die Initiatoren für mehr Rücksicht im Straßenverkehr, eine Förderung des Radverkehrs in Berlin und den Ausbau der Radinfrastruktur in der Stadt ein.

Ride of Silence startet am Brandenburger Tor

Um 19 Uhr geht es vom Brandenburger Tor zu den Orten der letzten tödlichen Radverkehrsunfälle in Berlin. Damit wollen die Teilnehmer der ums Leben gekommenen Menschen gedenken und das Leid der Angehörigen der Radfahrerinnen und Radfahrer in Erinnerung rufen, die als Schwächere im Verkehr getötet und an die Tausenden, die bei Unfällen verletzt wurden. Die Fahrt durch die Berliner Innenstadt dauert etwa eine Stunde und endet an der Nikolaikirche.

Geschichte des Ride of Silence

Der erste Ride of Silence wurde in Dallas, Texas/USA, im Jahr 2003 von Chris Phelan organisiert. Ursprünglich einmalig in Andenken an einen Freund angedacht, der durch einen Seitenspiegel eines unachtsamen Busfahrers starb, stieg die Zahl weltweit rasch auf 315 teilnehmende Städte zehn Jahre später. Der Ride of Silence findet jedes Jahr am dritten Mittwoch im Mai statt. In Deutschland finden neben Berlin auch Rides in Stuttgart, Wiesbaden, Hannover, Hamburg, Oldenburg, Freiburg und Osnabrück statt.

Quelle: Berlin.de/Initiative Clevere Städte

| Aktualisierung: Mittwoch, 20. Mai 2015 16:18 Uhr

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