Sturm «Ignatz»: Feuerwehr ruft Ausnahmezustand aus

Sturm «Ignatz»: Feuerwehr ruft Ausnahmezustand aus

Nach den Sturm- und Gewitterwarnungen des Deutschen Wetterdiensts kam es am Donnerstagmorgen (21. Oktober 2021) zu ersten Verkehrseinschränkungen. Die Berliner Feuerwehr rief am Morgen den Ausnahmezustand Wetter aus.

  • Sturmschäden in Berlin (2)© dpa
    Im Stadtteil Lichterfelde hat der Sturm einen großen Ast von einem Baum gerissen. Der Ast ist auf ein Auto gefallen.
  • Sturmschäden in Berlin (1)© dpa
    In der Trelleborger Straße hat der Sturm zwei große Pappeln entwurzelt.
Die Bahn meldete vereinzelte Verspätungen aufgrund von technischen Störungen, die von dem Sturm verursacht worden seien, wie eine Bahn-Sprecherin sagte. Zwischen Halbe und Lübbe im Spreewald führen die Züge nur eingleisig, da ein Baum auf die Gleise gefallen sei. Im Großen und Ganzen laufe der Verkehr jedoch rund.

Verspätungen und Ausfälle bei der S-Bahn

Bei der S-Bahn fuhren die Züge am Vormittag nur noch 60 Kilometer pro Stunde. Auch die BVG reduzierte das Tempo der U-Bahnen für alle oberirdischen Strecken auf 40 Kilometer pro Stunde. Bis zum Mittag gab es lediglich eine Unterbrechung auf der U-Bahnlinie 2. Zwischen den Bahnhöfen Ruhleben und Olympia-Stadion war ein Baum auf die Schienen gestürzt. Auf sieben der insgesamt mehr als 150 Buslinien kam es jeweils kurzzeitig zu Einschränkungen, hieß es. Auf der Stadtautobahn 115 stürzten nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale (VIZ) mehrere Bäume auf die Fahrbahn.

Feuerwehr «nahezu am Limit»: Ausnahmezustand

«Ignatz» brachte die Berliner Feuerwehr nach eigenen Angaben «nahezu ans Limit». Am Mittag waren die Retter an mehr als 250 Einsatzstellen im Einsatz, sagte ein Sprecher. Zwischen 8 Uhr und 12 Uhr rückte die Feuerwehr demnach zu 164 wetterbedingten Einsätzen aus. Nach Angaben des Sprechers wurde eine Frau in Prenzlauer Berg von herabfallenden Ästen leicht verletzt. Auch gab es erhebliche Sachschäden an parkenden Autos. In Pankow sei ein Baum in eine Hausfassade gefallen. Die Feuerwehr rief am Morgen den Ausnahmezustand Wetter aus. Einsatz-Notrufe werden damit nach Priorität bearbeitet mit der höchsten Priorität dort, wo Menschen in Gefahr sind, hieß es.

Schwere Gewitter mit teils orkanartigen Böen möglich

Im Laufe des Donnerstags rechnete der DWD für Berlin und Brandenburg mit Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 85 Kilometern pro Stunde. Besonders in der Südhälfte der Länder könne es demnach vereinzelt sogar zu schweren Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde kommen. Außerdem sei örtlich mit schweren Gewittern mit teils orkanartigen Böen zu rechnen. Wegen des Sturmtiefs «Ignatz» hatte der DWD bereits am Mittwoch ausdrücklich gewarnt vor herabstürzenden Ästen am Donnerstag und Freitag. Der Wetterdienst empfahl, das Haus am besten nicht zu verlassen. Die Feuerwehr rief noch einmal dazu auf, Balkone und Terrassen frei zu halten und lose Gegenstände zu sichern.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 21. Oktober 2021