Hotels und Hostels setzen in der Krise auf Studierende

Hotels und Hostels setzen in der Krise auf Studierende

Einige Berliner Hotels und Hostels bieten in der Corona-Krise ihre Zimmer Studierenden an. Kostendeckend seien die Einnahmen aus den sogenannten Longstay-Angeboten (deutsch: längere Aufenthalte) nicht, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Dehoga in Berlin, Thomas Lengfelder.

  • Amstel House Hostel (4)© dpa
    Langzeit-Bewohnerin Marta arbeitet in der Lobby des Hostel Amstel House. Berliner Hotels und Hostels bieten in der Corona-Krise ihre Zimmer Studierenden an.
  • Amstel House Hostel (2)© dpa
    Naren, ein Langzeitbewohner des Amstel House, kocht sich in der Gemeinschaftsküche sein Mittagessen. Berliner Hotels und Hostels bieten in der Corona-Krise ihre Zimmer Studierenden an.
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    Rezeptionistin Cecilia richtet im Hostel Amstel House ein Zimmer her. Berliner Hotels und Hostels bieten in der Corona-Krise ihre Zimmer Studierenden an.
  • Amstel House Hostel (1)© dpa
    Eine Außenansicht vom Amstel House. Berliner Hotels und Hostels bieten in der Corona-Krise ihre Zimmer Studierenden an.
  • Thomas Lengfelder© dpa
    Der Hauptgeschäftsführer des Dehoga Berlin, Thomas Lengfelder.
«Die Hotels kämpfen um ihr Überleben.» Da sei jeder Strohhalm recht. Nicht nur für Studierende gebe es Angebote, sondern auch für Obdachlose, Flüchtlinge und Wohnungssuchende. Auch im Amstel House im Ortsteil Moabit können Studierende eine Bleibe finden. In der Hoffnung, die Verluste etwas einzudämmen, vermietet Betreiber Alexander Licht einen Teil seiner Zimmer. Sie kosten ab 325 Euro pro Monat. Bis zu 42 der 100 Zimmer waren zwischenzeitlich belegt, sagt Licht. 30 seien nötig, um geringere Verluste als bei einer Schließung zu haben. Licht berichtet von befreundeten Betreibern, die ihre Unterkünfte ebenfalls an Studierende vermieten.
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© DomAquareé Berlin

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Doch auch größere Hotels mischen auf dem Markt mit: Scandic Hotels, eine schwedische Kette mit Vier-Sterne-Häusern am Potsdamer Platz und am Kurfürstendamm, bietet Studierenden Hotelzimmer zur Miete an und vermietet die Räume darüber hinaus für Co-Working und hybride Meetings. Die Studentenzimmer würden gut angenommen, teilte ein Sprecher mit. Eigentlich sollte das Angebot am 31. Dezember auslaufen, nun werde es mindestens drei Monate verlängert. Preis für ein Zimmer: Mindestens 690 Euro.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 3. Dezember 2020