Meng Xiang und Meng Yuan: Berliner Panda-Babys sind Jungs

Meng Xiang und Meng Yuan: Berliner Panda-Babys sind Jungs

Medienrummel und Diplomatie im Zoo: 100 Tage nach der Geburt der Panda-Zwillinge gab der Berliner Zoo am Montag (09. Dezember 2019) das Geschlecht und die Namen der Jungtiere bekannt.

  • Bekanntgabe Namen und Geschlecht der Panda-Zwillinge© dpa
    Die Panda-Zwillings-Männchen «Meng Yuan» (l) und «Meng Xiang» werden bei der Bekanntgabe ihrer Namen und ihres Geschlechts im Berliner Zoo von zwei Tierpflegern gehalten.
  • Panda-Babys (1)© dpa
    Die Panda-Zwillings-Männchen Meng Yuan (l) und Meng Xiang liegen bei der Bekanntgabe ihrer Namen und ihres Geschlechts im Berliner Zoo in ihrem Bett.
  • Panda-Babys (2)© dpa
    Die Panda-Zwillings-Männchen Meng Yuan (l) und Meng Xiang liegen bei der Bekanntgabe ihrer Namen und ihres Geschlechts im Berliner Zoo in ihrem Bett. Neben dem Bett stehen Michael Müller (SPD, r), Regierender Bürgermeister von Berlin, und Liao Lihui (l), Tierärztin an der Chengdu Panda Base, und Norbert Zahmel (M), Revierleiter im Panda Garden im Zoo Berlin.
Die Panda-Zwillinge im Berliner Zoo sind Männchen und hören auf die Namen Meng Xiang («Ersehnter Traum») und Meng Yuan («Erfüllter Traum»). Das gab der Zoo am Montag (09. Dezember 2019) bekannt - nach chinesischer Tradition 100 Tage nach der Geburt der inzwischen etwa sechs Kilogramm schweren Jungtiere. Die Beiden wurden den Medien im Zoo präsentiert, sie hatten es sich auf Heizmatten gemütlich gemacht. Für Zoo-Besucher sollen die Buben, wie Direktor Andreas Knieriem sie nannte, erst 2020 zu sehen sein.

Berliner Panda-Babys sind einmalig in Deutschland

Die Zwillinge waren am 31. August 2019 zur Welt gekommen. Es war nach früheren erfolglosen Versuchen mit anderen Paaren die erste Panda-Geburt überhaupt in Berlin. Nach Angaben des chinesischen Botschafters gab es auch zuvor noch keine Panda-Geburt in Deutschland. Weltweit wurden demnach in diesem Jahr nur 60 Pandas geboren, von denen 57 überlebten. Panda-Jungtiere werden nur spärlich behaart und blind geboren.

Pandas im Zoo sind nur Leihgaben Chinas

Panda-Mutter Meng Meng und Männchen Jiao Qing leben seit Sommer 2017 als einzige Große Pandas bundesweit im Berliner Zoo. Sie sind wie auch ihre Jungen Leihgaben Chinas. Für die erwachsenen Tiere zahlt der Zoo rund eine Million US-Dollar pro Jahr (rund 900 000 Euro), die nach chinesischen Angaben wieder in die Panda-Zucht fließen. Über die Summe für die Jungtiere macht der Zoo keine Angaben.

Zoo-Direktor Knieriem fordert mehr Einsatz zum Erhalt natürlicher Lebensräume

Laut Knieriem sind die «beiden kleinen Schätze» ein Symbol dafür, dass der Mensch Kannibalismus an der Natur betreibt und mehr für den Erhalt des Lebensraums getan werden muss. Bei der Namensverleihung war auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) anwesend.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 9. Dezember 2019