Keine falschen Soldaten mehr am Checkpoint Charlie

Keine falschen Soldaten mehr am Checkpoint Charlie

Soldatendarsteller, die von Touristen Geld für Fotos verlangen - am berühmtem Berliner Checkpoint Charlie soll es das nicht länger geben.

  • Checkpoint Charlie© dpa
    Ein Trabi (Trabant Kombi) fährt über die Kreuzung am Checkpoint Charlie.
  • Willkommen am Checkpoint Charlie© dpa
Wegen vieler Beschwerden von Bürgern und Touristen habe man entschieden, gegen das bisher geduldete Treiben am früheren Grenzkontrollpunkt vorzugehen, teilte das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg am Montag, den 4. November 2019 auf Anfrage mit. «Dem Betreiber wurde mitgeteilt, dass die Duldung ab sofort aufgehoben ist und er mit Verfolgung einer Zuwiderhandlung rechnen muss.» Zuerst hatte die «Bild»-Zeitung (Montag) darüber berichtet.

Zum Foto am Kontrollhäuschen «regelrecht genötigt»

Passanten seien gedrängt beziehungsweise «regelrecht genötigt» worden, am Kontrollhäuschen für ein Foto mit den Schaustellern zu zahlen, begründete der Bezirk den Schritt. Demnach fiel die Entscheidung bereits im August. Sollten die Schausteller ihre Tätigkeit wieder aufnehmen, werde das Ordnungsamt im Rahmen seiner Personalkapazitäten das Verbot durchsetzen - gegebenenfalls mit Unterstützung der Polizei, hieß es.

4 Euro für Bild mit Sodaten am Checkpoint Charlie

Laut «Bild»-Zeitung kassierten falsche Soldaten für Fotos vier Euro, die Tageseinnahmen hätten bei 1500 bis 5000 Euro gelegen. Auch Scheinvisa mit falschen Stempeln sollen verkauft worden sein. Der Betreiber reagierte der Zeitung gegenüber mit Unverständnis.

Kritik an Umgang mit ehemaligem Grenzübergang

Der Checkpoint Charlie war während der Teilung Berlins Grenzübergang für Diplomaten und Ausländer. Nach dem Mauerbau 1961 standen sich hier amerikanische und sowjetische Panzer gegenüber. Der heutige Mix aus Geschichtsvermittlung, Touristennepp und Kommerz rief in Berlin in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik hervor.
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© dpa

Fotos: Checkpoint Charlie

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© dpa

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 4. November 2019