Fluchttunnel und Grenzanlagen unter Mauerpark entdeckt

Fluchttunnel und Grenzanlagen unter Mauerpark entdeckt

Bei Bauarbeiten am Eingang zum Mauerpark sind unterirdische Teile der ehemaligen Grenzanlagen zwischen Ost- und Westberlin gefunden worden.

Berliner Mauerpark

© dpa

Der Mauerpark im Prenzlauer Berg.

Unter anderem wurde eine große Betonplatte mit eingegossenen Fahrzeugsperren und Zaunpfosten entdeckt, die eine Flucht aus der DDR verhindern sollte, wie der Sammlungsleiter der Gedenkstätte Berliner Mauer, Manfred Wichmann, am Donnerstag (11. Januar 2018) mitteilte. Zuvor hatte die «Berliner Zeitung» (Donnerstag) berichtet.

Grenzanlagen könnten archäologisches Fenster bekommen

Die Funde zeigten insbesondere, wie die Grenzanlagen die bestehende Stadtstruktur durchschnitten und zerstörten, erklärte Wichmann. Er befürwortet, die Platte als Ganzes zu erhalten. Man könne sie nach Abschluss der Arbeiten am originalen Platz sichtbar machen, etwa durch ein sogenanntes archäologisches Fenster. «Dafür wäre aber eine entsprechende Umplanung der Gestaltung erforderlich, was die Stiftung zusammen mit dem Landesdenkmalamt begrüßen würde.»

Fluchttunnel an markanter Stelle

Dem Zeitungsbericht zufolge wurde zudem ein 80 Meter langer Fluchttunnel zwischen Ost und West entdeckt. Bei der Stelle handelt es sich laut Wichmann um einen besonders markanten Punkt an der früheren Grenze, an dem mindestens vier Fluchttunnel bekannt seien.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 12. Januar 2018