Benimm-Tipps für Berlin-Touristen

Benimm-Tipps für Berlin-Touristen

Zu viele Party-Touristen nerven Anwohner in manchen Bezirken. Nun gibt der Tourismusverband Benimm-Tipps für Berlin-Besucher.

Touristen in Berlin

© dpa

Tangotanzen im Bikini ist erlaubt. Aber bitte nach 22.00 Uhr leise sein. Und wer noch Hütchenspieler entdeckt: Vorsicht! Der Berliner Tourismusverband gibt Tipps für Besucher. Anwohner und Party-Touristen sollen sich so besser vertragen. Streng ist der Berliner Tourismusverband nicht. Er hat in der Debatte um laute Party-Touristen aber Benimm-Tipps veröffentlicht. Und versucht es dabei mit Hauptstadt-Humor: «In Berlin ist alles erlaubt, was nicht verboten ist», heißt es in einer Broschüre "Kiez erleben".
Schilder gegen laute Touristen
© dpa

Ein Transparent im Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain.

12.498.301 Sachen, die Sie in Berlin tun können

Die Broschüre nimmt erst einmal einen Anlauf: «Berlin ist die Stadt der Freiheit. Im Grunde dürfen Sie bei uns machen, was Sie wollen. Wir haben die in Berlin erlaubten Dinge einmal zusammengezählt: Insgesamt sind es 12.498.301 Sachen, die Sie bei uns tun können. Vom Tangotanzen im Bikini auf dem Kudamm bis zum Schiller-Rezitieren um 3.00 Uhr nachts in der Kuno-Fischer-Straße. Jede einzelne Erlaubnis hier abzudrucken, würde allerdings enorm viel Platz kosten. Deshalb listen wir einfach die Dinge auf, die Sie bei uns zwar machen können- von denen wir aber hoffen, dass Sie sie aus Rücksicht auf die Berlinerinnen und Berliner und zu Ihrer eigenen Sicherheit nicht tun.»

Die fünf Benimm-Tipps für Berlin-Touristen

Müll in den Mülleimer werfen
Verteilen Sie Ihren Müll bitte nicht in der ganzen Stadt. Sie wollen ja auch lieber ein sauberes Berlin besuchen. Und Mülleimer- auch für Zigarettenkippen- gibt es bei uns mehr als genug.

Nach 22 Uhr leise sein
Abends richtig laut sein geht natürlich nicht. Denn irgendwann wollen die BerlinerInnen auch mal schlafen- schließlich müssen die allermeisten am nächsten Tag zur Arbeit. Deshalb die Bitte: nach 22.00 Uhr Rücksicht auf die Anwohner nehmen und leise sein.

Nicht überall saufen!
Alkohol darf man überall trinken, wo es gestattet ist. In öffentlichen Verkehrsmitteln darf man zum Beispiel keinen Alkohol trinken. Für Jugendliche gilt: Bier ist ab 16 erlaubt, harter Alkohol erst ab 18.

Auf Diebe achten, Hütchenspieler meiden
Diebe sieht man in Berlin nie. Sie sind nämlich leider ziemlich geschickt. Passen Sie deshalb bitte gut auf ihre Wertgegenstände auf und achten Sie besonders auf Ihre Taschen. Und noch ein Hinweis: Hütchenspieler sind grundsätzlich Betrüger- lassen Sie sich also niemals auf ein Spiel ein.

Reden Sie wie ein Berliner!
Werden Sie ruhig direkt, aber auf die Berliner Art: klare Ansage machen, aber nie böse meinen und das Herz immer am rechten Fleck haben. Das ist die berühmte "Berliner Schnauze".

Beschwerden aus Kreuzberg

Der Verband Visit Berlin reagiert damit auf wiederholte Beschwerden aus Bezirken, die einen Ansturm von Touristen erleben. Die Bürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann (Grüne), klagte über laute Rollkoffer und forderte für die vielen Party-Touristen einen Verhaltenskodex.
Touristen in Berlin
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Rollkoffer nerven Kreuzberger

Berlin-Besucher wollen Spaß. Aber wer jede Nacht den Lärm feiernder Touristen ertragen muss, kann schon mal auf seltsame Ideen kommen. mehr

Broschüre bestellen:

Broschüre "Kiez erleben"
Preis:1,50 Euro plus 5 Euro Versandkosten
Bestelladresse:
Berlin Tourismus & Kongress GmbH
Am Karlsbad 11
10785 Berlin

Quelle: kra/dpa

| Aktualisierung: 16. September 2014

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