Frühere Preisträgerinnen und Preisträger
1. Preiskategorie: Vermittlung von Grundlagenwissen und -kompetenzen (15.000 Euro)
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Prof. Dr. Andreas Modler (Berliner Hochschule für Technik) „Physik 1 – Mechanik und Physik 2 – Mechanische Wellen und Wärmelehre“ (Bachelor Medizinphysik)
Physik mit Klick? Mechanik neu gedacht! In den Modulen Physik 1 & 2 wird trockene Theorie durch maximale Interaktion ersetzt. Statt passiver Vorlesungen erwartet die Studierenden ein moderner Mix: Mit Just-in-Time-Teaching bereiten Sie sich flexibel digital vor und prägen den Unterricht durch ihr Feedback direkt mit. In der Präsenz sorgen Peer Instruction via Klicker-Voting und spannende Tutorien für Aha-Erlebnisse in kleinen Teams. Hier werden typische Denkfehler nicht bestraft, sondern gemeinsam geknackt, um echte Konzepte zu verankern. Das Ergebnis? Ein messbar überdurchschnittlicher Lernerfolg und eine motivierende Portfolio-Prüfung, die kontinuierliches Dranbleiben belohnt. Physik, die begeistert und funktioniert!
Formate: video/youtube
2. Preiskategorie: Vertiefung, Anwendung und Transfer von Wissen und Kompetenzen (15.000 Euro)
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Dr. Jannis Julien Grimm (Freie Universität Berlin) „Talking Violence“ (Bachelor Politikwissenschaft)
„Talking Violence“ ist ein transferorientiertes Bachelorseminar zur Beziehung von Sprache und Gewalt. Das Seminar nähert sich dem Thema auf inhaltlicher wie auf der Meta-Ebene: So setzen sich Studierende anhand von Fallbeispielen mit den materiellen, symbolischen und strukturellen Dimensionen von Gewalt auseinander und nutzen diese Vorarbeit anschließend zur Produktion einer gemeinsamen Podcast-Reihe: Thementeams erstellen dabei Drehbücher für einzelne Episoden, führen leitfadengestützte Interviews mit Fachexpertinnen und -experten und redigieren die Gespräche zur Veröffentlichung. Das Seminar stärkt damit Recherche-, Moderations- und Interviewkompetenzen, machte Wissensproduktion erfahrbar, und sensibilisiert Studierende für verantwortungsbewusste Wissenschaftskommunikation zu Gewaltphänomenen.
Der entstandene Podcast ist unter https://open.spotify.com/show/5MRtorxoImX4zCelK34Lqr?si=dbdfea73db7041a2 abrufbar.
Formate: video/youtube
3. Preiskategorie: Selbstständige Hervorbringung von Wissen und Kompetenzen (15.000 Euro)
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Prof. Sebastian Quack (Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch) „Spielklub – Künstlerische Forschung“ (Master Spiel und Objekt)
Das Seminar „Spielklub – Künstlerische Forschung“ fungiert als mobiles Laboratorium, das Spielen als fundamentale kulturelle Praxis erkundet und Wissen über vielfältige Spielformen erweitert. Herausragend ist die Verschränkung von Theorie, urbaner Feldforschung und kollaborativer Publikationspraxis: Studierende erarbeiten soziologische und dekoloniale Spieltheorien und konzipieren auf dieser Grundlage eigenständig Exkursionen in reale Berliner Spielräume – vom Casino über Live-Rollenspiel bis zur KI-Installation. Als Forschende organisieren sie selbstständig den Zugang zu Communities jenseits klassischer Kulturorte. Die Erkenntnisse fließen in ein multimodales Zine ein, das durch Grafikexpertise, Audiotracks und haptische Vielfalt die Dokumentation selbst zum künstlerischen Objekt erhebt.
Weitere Informationen: https://www.spielundobjekt.de/#projekt/spielklub
Formate: video/youtube
4. Preiskategorie: Studentische Lehre (10.000 Euro)
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Josephine Lang und Lilli Johanna Schlünz (Humboldt-Universität zu Berlin) „Studium Oecologicum“ (überfachliches Wahlpflichtmodul)
Das Studium Oecologicum (StudOec) der Humboldt-Universität zu Berlin ist ein langjähriges, studentisch geleitetes Lehrformat zur sozial-ökologischen Transformation, das aus der Initiative „Nachhaltigkeitsbüro“ hervorging. Es ermöglicht Studierenden aller Fachrichtungen, Nachhaltigkeit kritisch zu reflektieren und praxisnahe Kompetenzen zu entwickeln. Das Programm verzahnt Theorie und Praxis in zwei Kursen: der Ringvorlesung „Der Grüne Faden“ mit wöchentlichen Vorträgen von Expertinnen und Experten und dem Projekttutorium „Studieren Transformieren“, in dem Wissen aktiv in Projekte übersetzt wird – etwa durch die Mitgestaltung künftiger Lehre. Das Besondere: Studierende erwerben essenzielle Gestaltungskompetenzen und werden zu Change Agents, die nachhaltige Ideen weit über die Universität hinaus in die Gesellschaft tragen.
Weitere Informationen: https://www.nachhaltigkeitsbuero.hu-berlin.de/de/studium-oecologicum
Formate: video/youtube
Publikumspreis
Im Rahmen des Landeslehrpreises 2026 wurde ein Publikumspreis in Höhe von 5.000 Euro vergeben. Interessierte konnten online über die fünf nominierten Lehrveranstaltungen abstimmen.
Im Rahmen der Preisverleihung am 1. Juli 2026 wurde der Gewinner bekanntgegeben:
- Dr. med. Tharusan Thevathasan (Charité – Universitätsmedizin Berlin): „Students Teach Students (STS)-Academy: Simulationstraining zu kardiologischen Notfällen im Praktischen Jahr“ (Studiengang Humanmedizin)
Die Students Teach Students-Academy bereitet angehende Ärztinnen und Ärzte auf einen der schwierigsten Momente ihres Berufsstarts vor: den ersten echten Notfall. In realitätsnahen Simulationen trainieren Medizinstudierende im letzten Studienjahr, wie sie bei Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufschock oder Wiederbelebung schnell, sicher und im Team handeln.
Das Besondere: Die Studierenden lernen nicht passiv im Hörsaal, sondern übernehmen selbst Verantwortung – sie entscheiden, kommunizieren, führen Teams und reflektieren ihr Handeln mit erfahrenen Ärztinnen und Ärzten. Dabei kommen moderne Lernmethoden zum Einsatz: interaktive Fallbesprechungen, realistische Simulationen, Smartphone-Quizze und Umfragen, Teamübungen, Poster-Challenges, Peer-Teaching und direktes Feedback durch erfahrene Ärztinnen und Ärzte. So entsteht aus Wissen echte Handlungssicherheit.
Seit 2021 haben bereits über 150 Studierende an der STS-Academy teilgenommen. Das Ziel ist einfach, aber entscheidend: junge Ärztinnen und Ärzte besser auf kritische Situationen vorzubereiten – damit sie im Ernstfall nicht erst lernen müssen, wenn ein Menschenleben davon abhängt.
Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege
Abteilungen Wissenschaft und Forschung
- Tel.: (030) 9026-0