Fachhochschulen

Fachhochschulen bilden Studierende auf wissenschaftlicher Grundlage praxisorientiert aus. Die Forschung und Lehre an Fachhochschulen hat einen hohen Anwendungsbezug. Rund ein Viertel der Studierenden in Berlin studiert an einer der vier staatlichen Fachhochschulen, die mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten lehren.

Beuth-Hochschule für Technik Berlin

Bildvergrößerung: Haus Grashof der Beuth-Hochschule für Technik
Haus Grashof am zentralen Campus Bild: Beuth Hochschule/Fesseler

Die Beuth-Hochschule für Technik Berlin entstand 1971 als Technische Fachhochschule Berlin (TFH) durch den Zusammenschluss mehrerer Ingenieurakademien. Die TFH trägt seit 2009 den Namen Beuth-Hochschule für Technik Berlin und gehört mit fast 12.000 Studierenden zu den führenden ingenieurwissenschaftlichen Fachhochschulen Deutschlands. Sie hat das größte Studienangebot im Bereich der angewandten Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften in Berlin. Ihr Campus befindet sich im Ortsteil Wedding des Bezirks Mitte und verfügt über mehrere Außenstellen.

Heute bietet die Beuth-Hochschule für Technik Berlin in ihren acht Fachbereichen mit über 75 akkreditierten Bachelor- und Masterstudiengängen ein breites Studienangebot im Bereich der angewandten Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften. Das Spektrum reicht von den klassischen Ingenieurdisziplinen (Maschinenbau, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Bauingenieurwesen sowie Architektur) bis hin zu innovativen Studiengängen wie Medieninformatik, Biotechnologie, Medizinphysik, Lebensmitteltechnologie, Screen Based Media, Geoinformationswesen sowie Veranstaltungstechnik und -management.

Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW)

Bildvergrößerung: Campus Wilhelminenhof der Hochschule für Technik und Wirtschaft
Campus Wilhelminenhof Bild: HTW Berlin / Maria Schramm

Die Idee zur Gründung der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin fällt in die Zeit nach dem Mauerfall 1989. Seit dem 1. April 1994 ist sie eine rechtlich selbstständige Hochschule. Mit rund 13.000 Studierenden ist sie heute die Berliner Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit den meisten Studierenden. Studiert wird auf dem Campus Treskowallee in Karlshorst sowie dem Campus Wilhelminenhof in Oberschöneweide.

Das in fünf Fachbereichen in über 70 Bachelor- und Masterstudiengängen angebotene Fächerspektrum reicht von den klassischen Disziplinen Maschinenbau, Fahrzeugtechnik und Betriebswirtschaftslehre bis hin zu jüngeren und innovativen Studiengangsangeboten wie Facility Management, Game Design und Industrial Design.

Die HTW Berlin besitzt seit Mai 2014 als erste Hochschule des Landes Berlin das Gütesiegel des Akkreditierungsrates. Bundesweit ist dies bislang erst elf staatlichen Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften gelungen.

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR)

Bildvergrößerung: Haus B am Campus Schöneberg der Hochschule für Wirtschaft und Recht
Campus Schöneberg, Haus B Bild: Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Die heutige Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) entstand im Jahr 1971 als Fachhochschule für Wirtschaft. Im Jahr 2003 wurde die ehemals selbstständige Berufsakademie Berlin in die Hochschule integriert; 2009 wurde die Fachhochschule für Verwaltung und Recht eingegliedert.

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin ist mit rund 10.000 Studierenden eine der großen Fachhochschulen Berlins. Sie zeichnet sich durch ausgeprägten Praxisbezug, intensive und vielfältige Forschung, hohe Qualitätsstandards sowie eine starke internationale Ausrichtung aus.

Das Portfolio umfasst mit derzeit 52 Studiengängen – davon diverse duale Angebote – privates und öffentliches Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts- und Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften. Ausgebildet wird an der HWR Berlin für den gehobenen auswärtigen Dienst, für den gehobenen Polizeivollzugsdienst sowie für den Bereich der Rechtspflege.

Die HWR verfügt über zwei Standorte. Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften ist am Campus Schöneberg zu finden. Die übrigen Fachbereiche am Campus Lichtenberg.

"Alice-Salomon"-Hochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Berlin (ASH)

Bildvergrößerung: Gebäude der Alice-Salomon-Hochschule
Bild: ASH Berlin

Die Anfänge der heutigen Hochschule liegen in der 1908 gegründeten Sozialen Frauenschule, die unter wechselnden Namen ihre Arbeit bis zur Gründung als Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik im Jahr 1971 fortsetzte. Seit 2009 führt die Hochschule den Namen “Alice-Salomon”-Hochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Berlin (ASH).

Die Hochschule bietet vielfältige Berufs- und Weiterbildungsperspektiven in den Bereichen Soziale Arbeit, Erziehung und Bildung im Kindesalter, Pflege und Gesundheit. Mit rund 3.500 Studierenden, fünf Bachelor- und zwei konsekutiven Masterstudiengängen sowie zahlreichen weiterbildenden Masterstudiengängen ist die ASH die größte der Hochschulen Berlins für soziale Berufe.

Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung

Bildvergrößerung: Fachbereich Sozialversicherung der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Fachbereich Sozialversicherung Bild: Bildarchiv DRV Bund

Die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung ist in Berlin mit den beiden Fachbereichen Sozialversicherung und Auswärtige Angelegenheiten angesiedelt. Sie bietet Ausbildungen für den akademischen Nachwuchs im Bereich der Deutschen Rentenversicherung Bund und des Auswärtigen Amtes an.