Hikel: «Entsetzt» über Regelverstöße in Kneipen

Hikel: «Entsetzt» über Regelverstöße in Kneipen

Der Bezirksbürgermeister von Neukölln hat sich «entsetzt» über Regelverstöße vieler Kneipenbetreiber in Corona-Zeiten gezeigt.

Martin Hikel (SPD)

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Martin Hikel (SPD)

Das Ergebnis verstärkter Kontrollen rund um Weser- und Weichselstraße am Wochenende sei «ernüchternd», schrieb der SPD-Politiker Martin Hikel am Dienstagmorgen (11. August 2020) auf seiner Facebookseite. «Genau in einer Bar gab es keinerlei Beanstandung - in allen anderen hatten Ordnungsamt und Polizei alle Hände voll zu tun: 15 Verstöße wurden gegen die Infektionsschutzverordnung, weil keine Kontaktlisten geführt oder kein Mundschutz getragen wurde.»

Corona-Regeln «keine Schikane des Ordnungsamtes oder des Gesundheitsamtes»

Hikel ergänzte, er halte es für nicht nachvollziehbar, «dass sich unsere Mitarbeitenden von vielen Gästen Vorträge über Corona-Verschwörungstheorien anhören mussten». Die Pandemie-Regeln seien zur Bewältigung der Pandemie gedacht und «keine Schikane des Ordnungsamtes oder des Gesundheitsamtes». Er hoffe auf einen Lerneffekt durch die Kontrollen und Bußgelder, so Hikel. «Gerade die Gastronomie sollte wissen, was ein weiterer Lockdown bedeuten würde.»

Hinkel hofft auf Lerneffekt durch Bußgelder

Hintergrund der Kontrollen sei auch, dass in drei Neuköllner Bars seit dem Lockdown bereits neue Infektionsherde entstanden seien, schrieb Hikel. In einem Fall hatte das Gesundheitsamt wegen unvollständiger oder fehlerhafter Kontaktlisten mit einem Aufruf nach den Gästen gesucht. Im Zusammenhang damit waren mindestens 22 Infektionen bekannt geworden.
Biergarten
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 11. August 2020