Erläuterungen zu den Orten (De)Kolonialer Spuren in Pankow

Kolonialismus Begegnen | Dezentrale Perspektiven auf die Berliner Stadt­geschichte – Texte zur Übersichtskarte im Bezirk Pankow

Victor Bell

Alexander Merensky | Das Missionshaus der BMG

Paul Grade

Bötzow-Brauerei

Schloss Weißensee

Oberrealschule Pankow, 1938: „Karl-Peters-Schule“, heute Reinhold-Burger-Schule

Solidaritätsstation im Klinikum Berlin-Buch

Straßennamen in Weißensee

Gustav Adolph Schön: Von den Westindischen Inseln nach Weißensee

In Weißensee wurden fünf Straßen nach der Familie von Gustav Adolph Schön benannt: die Schönstraße, die Gustav-Adolf-Straße, der Antonplatz, die Amalienstraße und die Albertinenstraße.

Ort: Schönstraße 13, 13086 Berlin

Vertretung der SWAPO in der DDR

Bereits seit den 1960er-Jahren unterstützte die DDR antikoloniale Organisationen in Afrika, Lateinamerika und Asien. Besonders eng waren die Kontakte zur SWAPO, die für ein unabhängiges Namibia kämpfte. Im Oktober 1978 eröffnete im Schönholzer Weg eine Vertretung der SWAPO. Bis 1986 leitete Tulinane Obed Emvula die Quasi-Botschaft. Sein Nachfolger war von 1986 bis 1989 Shikwetepo Haindongo. Von 1989 bis 1990 leitete die heutige namibische Botschafterin in Algerien, Panduleni Shingenge, das SWAPO-Büro in Ost-Berlin. Neben dem Hauptsitz verfügte die SWAPO über mehrere Wohnungen für Mitarbeiter*innen und Gäste im heutigen Stadtbezirk Pankow.

Ort: Schönholzer Weg 21, 13158 Berlin

Botschaft von Togo

Das westafrikanische Land Togo stand von 1884 bis 1914 unter deutscher Kolonialherrschaft. In Deutschland galt Togo als sogenannte „Musterkolonie“. Vor Ort beruhte die koloniale Herrschaft jedoch auf Gewalt, Drohungen, Zwangsarbeit, Steuereintreibungen, Landraub und unfairen Handelsmethoden.

Ort: Grabbeallee 43, 13156 Berlin

Martin Dibobe

Martin Dibobe (Quane a Dibobe) war der Hauptinitiator einer Petition, mit der sich 18 Männer aus Kamerun im Juni 1919 an die in Weimar tagende verfassungsgebende Versammlung wandten. Dibobe war anlässlich der Kolonialausstellung in Treptow 1896 nach Berlin gekommen und arbeitete als U-Bahnfahrer. In der Petition gelobten die Unterzeichnenden der sich neu formierenden deutschen Republik „unverbrüchliche Treue“ und protestierten gleichzeitig aufs Schärfste gegen die „Vergewaltigung der Kolonien“.
Gedenktafel für Martin Dibobe

Ort: Kuglerstraße 44, 10439 Berlin

Erika Diek

Erika Diek, geboren in Danzig, war die Tochter des 1891 aus Kamerun eingewanderten Mandenga Diek. 1938 heiratete sie den Schauspieler Ludwig M’bebe Mpessa, damals bekannt unter seinem Künstlernamen Louis Brody. Mpessa war zwar als Schauspieler erfolgreich, seine Rollen basierten jedoch oft auf rassistischen Stereotypen. Durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten verschlechterte sich die Lebenssituation Schwarzer Menschen in Deutschland drastisch. Dem Ehepaar Mpessa gelang es, in ihrer Wohnung in der Gaudystraße 5, den Krieg und den Nationalsozialismus zu überleben.

Ort: Gaudystraße 5, 10437 Berlin

Theophilus Michael

Mindestens seit 1903 lebte der aus Kamerun stammende Theophilus Wonja Michael in Berlin. Mit seiner Ehefrau Martha hatte er vier Kinder, die in der Immanuel-Kirche getauft wurden. Die Familie lebte an verschiedenen Adressen in Prenzlauer Berg. Michael verdiente u. a. als Arbeiter, Schauspieler und als Darsteller in sog. „Völkerschauen“ sein Geld. Er engagierte sich auch politisch, unterzeichnete etwa 1919 die Petition an die Nationalversammlung (siehe Martin Dibobe). Theophilus Wonja Michael starb im Krankenhaus am Friedrichshain. Sein Sohn Theodor Michael beschreibt sein Leben als Afro-Deutscher in seiner Autobiografie „Deutsch sein und Schwarz dazu“.

Ort: Prenzlauer Allee 226, 10405 Berlin

Mahjub (Bayume Mohamed) bin Adam Mohamed (Husen)

An Mahjub bin Adam Mohamed (auch bekannt unter dem Namen Bayume Mohamed Husen) erinnert heute in der Brunnenstraße 193, seinem letzten selbst gewählten Wohnort, ein „Stolperstein“. Zuvor wohnte der Kellner, Artist und Schauspieler mindestens zwei Jahre lang (von 1935 bis 1937) in Heinersdorf in der Indunastraße 42.

Ort: Idunastraße 42, 13089 Berlin

Martha Ndumbe

Martha Ndumbes Vater, Jacob Ngo Ndumbe gebürtig aus Kamerun, war 1896 als Darsteller der Kolonialausstellung in Treptow nach Berlin gekommen. Als er Martha Ndumbes Mutter Dorothea Grunwaldt 1903 heiratete, lebte die Familie zunächst in der Schönhauser Allee 133a. Stolperstein für Martha Ndumbe

Ort: Schönhauser Allee 133A, 10437 Berlin

Richard E. Dinn

Richard E. Dinn war kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs nach Deutschland gekommen und lebte nach 1923 in verschiedenen, häufig wechselnden Wohnungen in Berlin, etwa in der Milastraße 3 in Prenzlauer Berg. Er arbeitete u. a. als Tänzer im Admiralspalast und er fungierte als Experte für die Trommelsprache Kameruns an der Berliner Universität. Wie Victor Bell und Ludwig M’bebe Mpessa (Louis Brody) war er an der Gründung der kommunistisch inspirierten „Liga zur Verteidigung der N[…]rasse“ beteiligt. Er starb in großer Armut im Winter 1929/1930. Für seine Beerdigung kam die afrikanische Community Berlins auf.

Ort: Milastraße 3, 10437 Berlin

Eugen Pritschow

Der Bau von Eisenbahnlinien in den Kolonien war für die Etablierung einer Kolonialherrschaft von zentraler Bedeutung. Mit den Bahnen konnten nicht nur zivile Passagiere reisen, es konnten auch Soldaten schnell verlegt werden,Waren transportiert und Nachrichten verbreitet werden. Eugen Pritschow war seit ca. 1909 in der Direktion der Ostafrikanischen Eisenbahngesellschaft, die die Eisenbahnlinie von Daressalam nach Tabora baute und betrieb. Ob Pritschow überhaupt jemals in „Deutsch-Ostafrika“ gewesen ist, wissen wir nicht. Seine Berliner Adresse (von 1911 bis mindestens 1914) lautete Gaillardstraße 3.

Ort: Gaillardstraße 3, 13187 Berlin

Carl Gotthilf Büttner

Carl Gotthilf Büttner war als Missionar in den 1870er Jahren im südwestlichen Afrika und übersetzte dort das Neue Testament in die Sprache der Herero. Er war 1885 an der Etablierung der deutschen Kolonialherrschaft in „Deutsch-Südwestafrika“ beteiligt. Nach seiner Rückkehr wohnte er in der Schönhauser Allee 142. Er wurde Missionsinspektor der neu gegründeten „Deutsch-Ostafrikanischen Missionsgesellschaft“, die besonders eng mit der Kolonialbewegung rund um Carl Peters verbunden war. Die enge Kooperation zwischen Mission, Kolonialpolitik und wirtschaftlichen Interessen war bereits damals umstritten. Büttner wurde 1889 entlassen und wirkte als Lehrer für Swahili am Berliner Seminar für Orientalische Sprachen.

Ort: Schönhauser Allee 142, 10437 Berlin

Johann Jonathan Benjamin Lutze

Der langjährige Weißenseer Pastor Johann Jonathan Benjamin Lutze interessierte sich für die evangelische Mission in China. Seine Tochter Maria Magdalena Lutze reiste 1887 zu deutschen Missionsstationen in Guangzhou (Canton). Pastor Lutze verfasste 1889 einen Jahresbericht zum Missionsfest der Chinesischen Mission und er nahm 1905 am 2. Kolonialkongress in Berlin teil. Mehrere Jahre lang war er Mitglied im „Komitee der Gesellschaft zur Beförderung der evangelischen Mission unter den Heiden zu Berlin“. Deren Missionsgebiete lagen nicht nur in Südafrika und in „Deutsch-Ostafrika“, sondern auch in China, in der damaligen deutschen Kolonie Qingdao („Tsingtau“).

Ort: Berliner Allee 182, 13088 Berlin

Friedrich Moritz Stapff

Der Geologe und Bergingenieur Friedrich Moritz Stapff forschte im Auftrag der „Deutschen Kolonialgesellschaft für Südwestafrika“ in der damaligen Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“ nach Kupfererzlagerstätten. Seine geologischen Veröffentlichungen wurden in den Kolonialwissenschaften häufig rezipiert. Zehn Jahre später reiste Stapff in das damalige „Deutsch-Ostafrika“, um Schwemmgoldvorkommen zu untersuchen. Bereits kurz nach seiner Ankunft starb er an einem Fieber und wurde auf der Toteninsel vor Tanger beerdigt. In Weißensee wohnte er in der Berliner Allee 3 bzw. 9.

Ort: Berliner Allee 160, 13088 Berlin

Gerson Bleichröder, ab 1872 von Bleichröder

Gerson Bleichröder gehörte zu den wichtigsten Privatbankiers seiner Zeit. Bleichröder wurde 1872 als einer der ersten Juden in den erblichen Adelsstand aufgenommen, seine Karriere war dennoch stets von antisemitischen Ressentiments begleitet. Er beteiligte sich u. a. an Investitionen im Osmanischen Reich und 1882 an der Gründung der Neuguinea-Kompagnie, deren Ziel der Erwerb von Kolonialbesitz in Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und auf den Salomonen war. Sein Grab befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof an der Schönhauser Allee.

Ort: Schönhauser Allee 25, 10435 Berlin

Zuckerrübenanbau in Französisch Buchholz durch Franz Carl Achard

Der Naturwissenschaftler Franz Carl Achard entwickelte in jahrelangen Experimenten eine Technik zur Herstellung von Zucker aus heimischen Rüben. Beim preußischen König warb er darum, sich vom teuren Exportprodukt Rohrzucker unabhängig zu machen. Aber Achard lehnte ebenso den Import von sogenanntem Blutzucker aus den Kolonien ab, der durch die Arbeit versklavter Menschen produziert wurde. Für seine Züchtungen und Experimente nutzte er von 1791 bis 1801 Ländereien im heutigen Stadtteil Französisch Buchholz.

Ort: Hauptstraße 72, 13127 Berlin

Heinrich Frese Jalousien

Heinrich Freses Fabrik für Jalousien, Rollläden und Holzpflasterung hatte seit 1908 eine moderne Produktionsstätte in Niederschönhausen. In dieser Zeit versuchte die Firma, ihren Absatzmarkt auf die deutschen Kolonialgebiete auszuweiten, indem sie laufend Anzeigen in Kolonialjournalen wie der Deutschen Kolonialzeitung und dem Deutsch-Südwestafrikanischen Adressbuch schaltete. Der Sonnenschutz deutscher Siedler in den Kolonien sollte in Berlin hergestellt werden. Produktionsstätte in Niederschönhausen, Blanckenburger Straße 33-35 (heute Nr. 90-100).

Ort: Blankenburger Straße 100, 13156 Berlin

Garbátys Testpflanzungen am Kilimandscharo

Josef (1851-1929) und sein Sohn Eugen Garbáty-Rosenthal (1880-1970), erfolgreiche Pankower Zigarettenfabrikanten, investierten 1910 in eine Firma, die in der damaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika Land besaß. Die „Dekawe“ (Deutsche Koloniale Wirtschaftsvereinigung GmbH) gründete sich 1910 und legte am Kilimandscharo Felder zur Erprobung des Tabakanbaus an. Ob die Firma erfolgreich war, ist nicht bekannt.

Ort: Berliner Straße 124, 13187 Berlin

Teigwarenfabrik Max Henniger

In der Weißenseer Teigwarenfabrik wurden nach 1880 u. a. Eiernudeln und Makkaroni produziert. Die Inhaber Max und sein Sohn Carl Henniger waren, glaubt man einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1910, bestrebt, „deutsche Teigwaren im Auslande zur Geltung zu bringen“. Sie erhielten Staatsaufträge zur Versorgung der deutschen Truppen anlässlich „unserer Kolonialkriege“, z. B. in China und in Deutsch-Südwestafrika. (Fritz Blum, „Der Industriebezirk von Weißensee“, Voss Zeit, 26.7.1908)

Ort: Berliner Allee 4, 13088 Berlin

Patent- und Hartgummifabrik Carl Müller

Die beiden großen Fabriken für Gummiartikel in Weißensee produzierten aus Kautschuk u. a. medizintechnische Produkte, aber auch elektrotechnische Artikel, Badehauben oder Fußballblasen. Kautschuk wurde nach 1900 zu einem hoch begehrten Rohstoff. Auch im damaligen „Deutsch-Ostafrika“ setzte ein „Kautschukboom“ ein: Zahlreiche neue Plantagen europäischer Siedler entstanden. Auch die einheimische afrikanische Bevölkerung sammelte und verkaufte kautschukhaltigen Latex. Die Weißenseer Gummifabriken bezogen ihre Rohstoffe auf dem Weltmarkt, ob sie aus deutschen Kolonien stammten, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen.

Ort: Puccinistraße 30, 13088 Berlin

Deutsche Gummiwarenfabrik Franz Au und von der Halben oHG (Degufrah)

Die beiden großen Fabriken für Gummiartikel in Weißensee produzierten aus Kautschuk u. a. medizintechnische Produkte, aber auch elektrotechnische Artikel, Badehauben oder Fußballblasen. Kautschuk wurde nach 1900 zu einem hochbegehrten Rohstoff. Im damaligen „Deutsch-Ostafrika“ setzte ein „Kautschukboom“ ein: Zahlreiche neue Plantagen europäischer Siedler entstanden. Auch die einheimische afrikanische Bevölkerung sammelte und verkaufte kautschukhaltigen Latex. Die Weißenseer Gummifabriken bezogen ihre Rohstoffe auf dem Weltmarkt, ob sie aus deutschen Kolonien stammten, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen.

Ort: Gustav-Adolf-Straße 115, 13086 Berlin

Lichtbildvortrag

Im Gasthaus „Bellevue“ in Pankow fand am 25. Januar 1910 ein Vortrag mit Diaschau über „Die deutschen Kolonien und ihre Bedeutung für das deutsche Volk und das deutsche Wirtschaftsleben“ statt. Die Veranstaltung wurde organisiert vom „Deutschnationalen Kolonialverein“. Sie begann nachmittags mit einem Lichtbildvortrag für Kinder über „Krieg und Frieden in Deutsch-Südwestafrika“. Auch die „Frauenfrage“ wurde angesprochen, es ging um „Die Deutsche Hausfrau in den Kolonien“. Der Vortrag endete mit den Worten: „Ein Land, in das der deutsche Aar seine Krallen gesenkt hat, um das deutsches Blut geflossen ist, das muß deutsch bleiben bis in alle Ewigkeit.“ (Nördlicher Vorortbote, 22.1.1910, 23.1.1910, 27.1.1910)

Ort: Breite Straße 20, 13187 Berlin

Missionsgottesdienst

Im Oktober 1906 kündigte die Kirchengemeinde Niederschönhausen an, beide Sonntagsgottesdienste dem Thema Mission zu widmen. Eingeladen war der Missionsinspektor Walther Trittelvitz, um aus „Deutsch-Ostafrika“ zu berichten. Außerdem wurden Gelder zugunsten der Mission gesammelt.

Ort: Dietzgenstraße 19-23, 13156 Berlin

Hagenbeck-Schule

Die Hagenbeck-Schule in Weißensee ist eine „Umweltschule“, die sich das Ziel gesetzt hat, die biologische Vielfalt zu lehren und ihren Schutz zu vermitteln. Namensgeber der Schule ist Carl Hagenbeck. Hagenbeck gründete aber nicht nur den Hamburger Zoo, er pflegte als Tierfänger und -händler weltweite Handelsverbindungen, die auf kolonialen Strukturen basierten. Noch problematischer ist, dass Hagenbeck zahlreiche sogenannte „Völkerschauen“ veranstaltete. In diesen „Menschenzoos“ wurden nicht nur Tiere, sondern insbesondere Menschen für die Schaulust des Publikums ausgestellt. Die „Völkerschauen“ waren für die Geschichte des Kolonialismus und des Rassismus zentral und Hagenbeck war ihr bekanntester Organisator.

Ort: Gustav-Adolf-Straße 60, 13086 Berlin

Mila-Lichtspiele

Das Kino gehörte von 1933 bis 1961 Martha Soliman (1885-1852) beziehungsweise ihren Töchtern. Martha Soliman war verheiratet mit Mohamed Soliman (1878-1929), der im Jahr 1900 als junger Mann aus Ägypten nach Berlin gekommen war. Aus der Ehe gingen drei Töchter hervor. Die Solimans waren im Vergnügungsgewerbe tätig, führten u. a. das Passage-Panoptikum in der Friedrich- Ecke Behrenstraße, ein Theater und ein Kabarett. Mohamed Solimans Bruder leitete eine kleine Tanzschule am Kurfürstendamm. In der Nachkriegszeit betrieben Mutter und Töchter Soliman neben den Mila-Lichtspielen weitere Kinos im Westteil der Stadt.

Ort: Schönhauser Allee 130, 10437 Berlin

Firma Fritz Heyn & Co.

Die Stuhlrohrfabrik von Fritz Heyn (1849-1928) produzierte um 1900 u. a. Möbel, Spazierstöcke und Stangen für Damenkorsette. Ihre Rohstoffe, das Stuhlrohr, bezog die Firma vor allem aus Malakka in Malaysien, das damals zum britischen Kolonialreich gehörte. 1908 veranlasste das Reichskolonialamt, in der deutschen Kolonie Kamerun nach Rotang-Arten zu suchen, die sich für die Stuhlrohrproduktion eignen könnten. Eine Stuhlrohr-Probe gelangte an die Firma Fritz Heyn. Diese testete und begutachtete die Proben, bezeichnete sie jedoch als unbrauchbar und allenfalls für minderwertige Korbwaren geeignet. Vermutlich kaufte die Firma nach dieser Erfahrung ihre Rohstoffe weiterhin in Südostasien.

Ort: Heynstraße 8, 13187 Berlin

Museum Pankow

Fachbereichsleiter:
Bernt Roder

Sekretariat:
Vorderhaus, 2. OG | Zugang nicht rollstuhlgeeignet
Montag und Mittwoch, 9.00 – 11.00 Uhr sowie Dienstag, 14.00 – 16.00 Uhr
Tel.: (030) 90295-3917

Verkehrsanbindungen