Diese Urnengrabanlage wurde 1978 nach einem Beschluss des Magistrates von Berlin (DDR) für „Revolutionäre, Kämpfer gegen den Faschismus, Verfolgte des Naziregimes und andere bedeutende Persönlichkeiten“ eingerichtet. Weitere, den Verfolgten des Naziregimes gewidmete Gräberanlagen gibt es auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde (Lichtenberg) sowie auf den Friedhöfen Adlershof und Baumschulenweg (Treptow-Köpenick). Die Anlagen sind gekennzeichnet durch einheitlich gestaltete Grabsteine.
Die Stele mit Bronzefiguren wurde 1982 von Gerhard Thieme (1928 – 2018) geschaffen und nimmt Bezug auf den Roten Winkel, das Kennzeichen der politischen Häftlinge in den Konzentrationslagern Nazideutschlands.
Im Berliner Friedhofsgesetz von 1995 wurde aufgenommen: „Die Gräberfelder auf den landeseigenen Friedhöfen […], auf denen die Verfolgten des Nationalsozialismus beigesetzt sind, bleiben für diesen Personenkreis mit der bisherigen Zweckbestimmung erhalten. […]“ (§ 12, 8).
Verfolgte des Naziregimes und deren Ehe- oder Lebenspartner bzw. -partnerinnen können weiterhin im Ehrenhain beigesetzt werden.